Plattenkritik

Animals As Leaders - The Joy of Motion

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Release Date: 24.03.2014
Datum Review: 04.05.2014

Animals As Leaders - The Joy of Motion

 

Wenn Ausnahmegitarrist STEVE VAI sich schon zu einer Aussage hinreißen lässt, dass ANIMALS AS LEADERS die Zukunft des kreativen, extrem virtuosem Gitarrenspiels seien, dann ist da wohl auch was dran.

Das dritte Album der mittlerweile als Trio agierenden Band aus Washington D.C. glänzt wahrlich durch einen extrem beeindruckenden Mix aus Progressive Metal, Jazz, elektronischen Komponenten und Ambient Rock. Verwirrend manchmal, aber nie so, dass der geneigte Hörer sich im Wirrwarr aus Skalen, (Dis-)Harmonien und Polyrhythmik verlieren würde. AAL schaffen es auf ungewöhnliche Art und Weise nie die Zügel locker zu lassen. Songs wie 'Kascade', 'Lippincott' oder 'Physical Education' verbinden wie beiläufig Funk mit Riffs, auf die DREAM THEATER neidisch wären. Der Groove geht nie verloren, egal ob es nun ein 7/8 oder 4/4 ist. Alles hat Hand und Fuß und mit Stücken wie 'Another Year' (welches eine wunderbare Symbiose aus Jazz und Bluesrock ist, ohne die anderen (elektronischen und progressiven) Elemente aus dem Fokus zu verlieren) begeistert mich diese Band total.

Vielleicht ein Pluspunkt der Band: Es gibt keinen Sänger wie bei Genrekollegen, der irgendwie versucht noch vokale Harmonien über die in sich schlüssigen Arrangements zu legen und somit bei den Songs eine Art Atemnot entstehen lässt. Nein, bei AAL ist alles in konstantem, unsteten Fluss und gerade dadurch dass es keine Stimme gibt kann man sich den zig Instrumenten und ihrem genuinem Spiel genussvoll hingeben.

Ganz großes Kino in meinen Augen bzw. Ohren. Das Konzept der Instrumentalband geht hier auf und verspricht auch live äußerst interessant zu werden. Ich kann „The Joy of Motion“ jedem Technikbegeisterten nur ans Herz legen.

Tracklist

1. Kascade
2. Lippincott
3. Air Chrysalis
4. Another Year
5. Physical Education
6. Tooth and Claw
7. Crescent
8. The Future That Awaited Me
9. Para Mexer
10. The Woven Web
11. Mind-Spun
12. Nephele

Alte Kommentare

von Cloudkicker 04.05.2014 21:12

Absolut deiner Meinung. Hört dieses Wunderwerk des Gitarrerospiels definitiv 3-4Mal an! Einzig der Song Mind-Spun erinnert mehr an Symbiose aus Technikgefrickel, Schnelligkeitsübung und Krach. Erkläre mir den bitte jemand!? Schaut euch die erste Nautkicker-Show an :-). Total großes Kino!

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Linc

Autoren Bio

Singer-Songwriter bei "Linc Van Johnson & The Dusters" (Folk´n´Roll) Singer @ Supercharger (DK) Part of the ALLSCHOOLS family since 2006.

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