Plattenkritik

Anti-Flag - The Bright Lights Of America

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Release Date: 28.03.2008
Datum Review: 25.03.2008

Anti-Flag - The Bright Lights Of America

 

Allen Unkenrufen zum Trotz haben ANTI-FLAG mit ihrem RCA Major Release "For Blood And Empire" weder an Bissigkeit verloren noch ihre stets politisch motivierte Botschaft verwässert. Ganz im Gegenteil, die Politpunks sind noch lauter geworden, nutzen ihren Status um sich weiterhin für Non-Profit-Organisationen oder auch Tierrechte einzusetzen und zeigen sich unermüdlich in ihren Bestrebungen.

"The Bright Lights Of America" setzt auf die bewährten Stärken von ANTI-FLAG. Keine Frage, die Jungs können eingängige Hits komponieren und kitzeln gerne den Hymnenfaktor aus ihren Songstrukturen, Justin Sane hat einen unglaublichen Wiedererkennungsfaktor und verleiht jedem Track seine gewisse Note. Mit einem Major Budget in der Hinterhand vermag man aber auch ein wenig zu Experimentieren und so trifft man auf Glockenspielpassagen, Pauken & Trompeten (wenn auch nicht im gleichen Song), orchestrale Untermalungen, Marschmusik und auch Kinderchöre, die sich ganz natürlich in das Soundgewand der Band einfügen. ANTI-FLAG üben sich auf "The Bright Lights Of America" eher in allgemeineren politischen Botschaften wie bei "The Modern Rome Burning", "No Warning" oder auch "Good And Ready", verarbeiten Persönliches, wie den Verlust von Chris #2s Schwester und ihres Freundes bzw. thematisieren die erfahrene Anteilnahme ("Vices") oder hinterfragen den Status Quo in der Punkrock Szene ("Spit In The Face"). ANTI-FLAG befinden sich in lyrischer Höchstform und nehmen kein Blatt vor den Mund. Musikalisch ist trotz der vielen, kleinen Experimente doch eher Stagnation auf hohem Niveau angesagt, aber das entscheidende für die Band aus Pennsylvania bleibt bekanntlich ihre Botschaft und jene wird ganz bestimmt von einer größeren Masse gehört werden.

Tracks:
1. Good And Ready
2. The Bright Lights of America
3. Vices
4. The Modern Rome Burning
5. If You Wanna Steal
6. No Warning
7. Spit In The Face
8. We Are The Lost
9. Go West
10. The Smartest Bomb
11. Shadow Of The Dead
12. The Ink and The Quill (Be Afraid)



Alte Kommentare

von xn 26.03.2008 13:08

Stagnation? Wie bitte? Das Album ist voll von neuen Experimenten.

von bane 26.03.2008 13:29

klar sind experimente drin, aber das steht da doch auch. letztendlich hätten anti-flag einen großteil der songs auch noch auf dem vorgänger unterbringen können. die songstrukturen sind fast alle nach dem bewährten schema und n paar neue instrumente machen da noch nicht viel aus. dennoch n nettes album und n gutes review.

von tommy 26.03.2008 13:48

finde das album auch sehr anti-flag-like. die paar musikalischen einsprengsel machen noch nix aus. mehr experimente hätte ich auch gar nicht gemocht..

von oman 26.03.2008 14:15

find das album grossartig. definitiv eins der besten anti flag alben

von kane 26.03.2008 14:57

ich finds gut, aber keine steigerung zum vorgänger... ist ja auch nicht immer möglich.

von olo 26.03.2008 18:56

"we are the lost" issn sehr nicer track

von Freezoerg 28.03.2008 01:31

bin nich sicher obs an den vorgänger ran kommt.aber trotzdem ziemlich gute scheibe.

von Sophist 29.03.2008 08:52

Anti-Flag werden einfach immer poppiger und immer mehr mainstream. Schon letztens beim Konzert in Köln war ich schwer enttäuscht und das Album setzt dies fort. Wer auch mainstream Poppunk steht und kleine Mädchen Hymnen dem kann man das Album ans Herz legen für alle die Anti-Flag seit der ersten Stunde verfolgen: Hört blos nicht in dieses Album an und in die letzten beiden eben so wenig, es wird immer schlechter!!!

von olo 29.03.2008 12:01

was du fürn scheiss laberst. und selbst wenn sie mainstream sind/werden finde ich es gar nicht so schlecht ,weil die band zum denken anregt und nicht so stumpfsinnige texte raushaut wie du

von horst 04.04.2008 16:07

zunächstmal find ich das album gut, weil ich eben auf mainstream Poppunk steh und kleine Mädchen hymnen mag. trotzdem muss ich sophist recht geben, denn ich denke nicht dass das album wie er schon sagt auch den "richtigen" antiflag fans gefallen wird aber leider is das bei jeder band so, jede band verfällt früher oder später dem pop, weil sie darin einfach die größeren kommerziellen erfolge sehen, ich sag nur blink 182

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Torben

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Allschools Chef

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