Plattenkritik

ARCTIC ISLAND - Faces

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Info

Release Date: 08.04.2016
Datum Review: 21.04.2016

Tracklist

 

1. Ghost Light
2. Faces
3. Traitor
4. Lucifer
5. The Narrow Line
6. My Symphony
7. All In Vain
8. My Architect
9. Hindsight
10. First Empire

Band Mitglieder

 

Rudi - Shouts
Martin - Guitar/ Clean Vocals
Steven - Guitar
Florian - Bass
Tino - Drums

ARCTIC ISLAND - Faces

 

Metalcore is dead? Oder doch nicht?
Immer weniger ist um die einst weit verberitete Musikrichtung los. Es gibt Vorreiter-Bands wie Asking Alexandria, Blessthefall, The Word Alive, Of Mice & Men und wie sie nicht alle heißen. Doch wie steht es um die Szene bei uns in Deutschland aus?

Antwort: Gut! Ein gelungenes Beispiel ist die gerade erst erschiene Platte "Faces" von Arctic Island aus Leipzig/Dessau.
Die junge Band aus dem Osten Deutschlands hat damit ihr Debut-Album nach ihrer ersten Single "My Secret Shore" offiziell rausgebracht.  
Insgesamt 10 Tracks mit einem guten Mix aus kraftvollen Shouts & Screams, richtig eingesetzten Clean Vocals und einer guten Album-Produktion wurden auf die CD gepackt. 
Es ist immer schwierig, die schmale Gratwanderung zwischen zu poppig für Metal und zu Heavy für den Core zu balancieren - wenn ihr versteht, was ich meine.
Durch gelungene Akzente und einem abwechslungsreichen Songwriting, das sich zwischen starken Breakdowns und melodischen Zwischenriffs abwechselt, schafft es Arctic Island jedoch, ein gutes Album herausgebracht zu haben, das dem Genre, besonders in der Region gut tut.
Es ist sicherlich ebenso schwierig, für jeden Zwischenpart den richtigen Ton zu finden, damit es nicht langweilig wird. Doch bis auf ein paar Ausnahmen hat die Band sogar das gemeistert.

Ein paar Negativpunkte möchte ich jedoch anbringen - Zum Einen: Der Hit auf der Platte bleibt aus. Zwar sticht der Song 3 mit dem Titel "Traitor" im ersten Durchgang hervor (und zu dem Song gibt es auch ein Musikvideo), jedoch verschwinden die Songs beim mehrmaligen Hören nach und nach in einem Guss. Das ist nicht zwingend schlecht, da in diesem Fall alle Songs ihre Attraktivtät haben, jedoch fehlt für mich der Erinnerungswert an die Platte.
Zum Anderen: Was will die Band uns sagen? Die Platte heißt "Faces", das Cover zeigt ein Mädchen mit einem Bärenkopf an ihrem Hinterkopf auf einem Hintergrund von.. ich weiß nicht, wie man es beschreiben soll - seht selbst. Welchen Wert, welches Gefühl haben wir der Platte zu entnehmen? Geht es bei ARCTIC ISLAND nur um die Musik? Oder doch um mehr? Wir weden sehen.

Insgesamt kann ich sagen: Super Platte! Macht Spaß sie zu hören! Geht auf ihre Konzerte! Ich war schon - schön war´s!

Autor

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Sebastian W.

Autoren Bio

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