Plattenkritik

Ari Hest - Twelve Mondays

Redaktions-Rating

Info

Release Date: 30.07.2010
Datum Review: 08.08.2010

Ari Hest - Twelve Mondays

 

Ein Major-Deal. Fertig unterschrieben, das Geld quasi schon in der Tasche. Doch dann, die Kehrtwende: Habe ich da gerade vielleicht doch meine Seele, mein Talent und meine freischaffende Zeit gegen einen hohen Vorschuss verkauft? Dann: Vertrag rückgängig machen, im Alleingang rund 50 Lieder gratis im Netz anbieten, die Fans entscheiden lassen, welche 12 dieser Songs es wert sind, auf Platte gepresst zu werden und genau das machen. Dann: ein halbes Jahr verstreichen lassen und auf ein ordentliches Label warten, welches die Platte auch in Deutschland veröffentlicht, ohne gleich Seele und Talent in dämlichen Verträgen an sich zu reißen. Das Label: Arctic Rodeo. Der Künstler: ARI HEST. Alles richtig gemacht, könnte man meinen!

Aber neben dieser schönen Geschichte, taugt denn da auch die Musik? Durchaus. Man muss natürlich bedenken, dass es derzeit mehr Singer/Songwriter gibt, als Sand am Meer, was schon oftmals zu einem hohen Überschuss kommt. Aber ARI HEST macht das ziemlich gut. Seine Songs sind auf das Wesentliche reduziert, dank der sanften Stimme und der zierlichen Gitarre sehr gefühlvoll und gehen stets unter die Haut. Zwar hätte HEST sich Experimente wie „Binocular“ sparen können, dafür bügelt er solche Patzer mit einer weiblichen Gaststimme und dem schönen „Cranberry Lake“ aus und bringt mit dem ruhigen und wunderschönen „Reason To Believe“ zum superben Abschluss. Alles richtig gemacht.

Tracklist:

1. One Two
2. Ill be there
3. Dead end driving
4. The Weight
5. Broken voices
6. Mercy
7. Cranberry lake
8. Binocular
9. Morning streets
10. Learn
11. Ride the brake
12. Reason to believe

Autor

Bild Autor

Raphael

Autoren Bio

.

Suche

Social Media