Plattenkritik

Asidefromaday - Manufactured Landscape

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Release Date: 01.12.2008
Datum Review: 11.03.2009

Asidefromaday - Manufactured Landscape

 

So, Freunde des modernen Hardcore, es wird Zeit den Blick gen West-Europa zu richten. „Asidefromaday“ sind mit ihrem neuen Album zurück und der Name des Ganzen ist „Manufactured Landscape“. Und was da aus Besancon in Frankreich zu uns dringt weiß durchaus zu überzeugen.

Zu hören gibt es da sehr atmosphärischen New School Hardcore mit richtig viel Druck und einigen Anleihen im Bereich Metal und Alternative. Allerdings muss man schon etwas Geduld mitbringen, denn die Songs sind alles Andere als dumpfes Gedresche und nach zwei Minuten ist wieder alles vorbei. Die Spielzeiten der einzelnen Tracks geht auch schon mal gerne an die sieben Minuten, was teilweise ein wenig langatmig wirkt, aber hier hat die Band auch ihre Stärken. Vor Allem in den längeren Songs spielt die Band mit vielen Melodien, ruhigen Passagen und erzeugt gerade durch den schleppenden, brachialen Sound extrem viel Dramatik. Dabei werden die Vocals sehr sparsam eingesetzt, so dass manchmal auch schon ein, zwei Minuten rein intstrumental sind und dann erst wieder in einem regelrechten Screamo-Inferno gipfeln.

In anderen Reviews zu dieser LP werden bereits Vergleiche zu Bands wie Burst und Envy gezogen, was ja auch schon mal einige verlockend klingen dürfte. Wer also den Spagat zwischen sphärischen Gitarrenriffs und brachialer, musikalischer Gewalt sucht, der wird hier absolut nicht enttäuscht. Nummern wie „Alone“, „Friction“ oder „The idea of creation“ taugen aufgrund ihrer Komplexität zwar nicht zum Ohrwurm, aber tragen sehr viel zum Gesamtkonzept der Band bei, das definitiv funktioniert und der Band sehr viel Eigenständigkeit verleiht. Ich für meinen Teil kann von diesem Album gar nicht genug bekommen, man muss allerdings bereit sein sich Zeit zu nehmen um sich dem Ganzen hinzugeben. Für Gelegenheitshörer ist das Teil eher nichts: Zu Vielschichtig, intensiv, atmosphärisch. Knapp formuliert, ein wirklich großartiges Album, bitte mehr davon!

Tracklist:
1. Geodesy
2. Seven Days in Theory
3. Alone
4. The Idea of Creation
5. Friction
6. Arcane & Foundation
7. March of the Stones
8. Geocentrism
9. Here Comes the Man

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Sven L.

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