Plattenkritik

At The Farewell Party - Infinity Is Miles Away

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Release Date: 02.10.2009
Datum Review: 02.10.2009

At The Farewell Party - Infinity Is Miles Away

 

Als kleiner Bube in einem Kaff nähe Koblenz hat man außer Saufen und ein paar seltenen Konzerten nicht allzu viel zu tun. Nun, eines Tages der rettende Bulletin. "Verteile Flyer und komm umsonst auf eine unserer Shows". Geiler Shit, wird gemacht. Die Band, AT THE FAREWELL PARTY kannte ich nicht, aber die Übereinstimmung mancher virtueller Freunde sollte nicht lügen. Ich rannte also durch Koblenz und Umgebung, pflasterte Clubs und Straßen mit Flyern und am Ende stand ich enttäuscht an der Kasse. "Es gibt keine Gästeliste". Die Reihe meiner Leidensgenossen war lang. Jede Menge Teenies standen nun dort, arbeiteten sich platt und mussten nun für diese Band doch Eintritt zahlen. Verdammt. Ich bin kein verbitterter Junge, der sich aufregt wegen einer Gästeliste. Aber ich habe doch was dafür getan. Nun, 6Euro nach Beten und Bitten gezahlt und furchtbar enttäuscht worden. Was diese Band dort veranstaltete war die mieseste Kopie aller MY CHEMICAL ROMANCEs und FALL OUT BOYs. Verdammt, dafür habe ich umsonst Flyer verteilt und jetzt geben die sich, als seien sie die totalen Heroes? Am Arsch!

Und jetzt, nach dieser Geschichte, wie soll ich da unvoreingenommen ein Album wie "Infinity Is Miles Away" besprechen? Wie soll ich es tun ohne gleich von Anfang an zu sagen es sei irgendwie "Möchtegern"? Ohne nach Song 2 zu sagen: "Konstruierter Scheißdreck auf der Suche nach dem großen Majordeal"? Ich weiß es ja nicht. Aber ich mache es einfach mal so, anders hat es von mir ja niemand erwartet. Ist ja ne deutsche Band, gleichzeitig eine die in jedes Muster passen könnte. Genau mein Ding und um aus einer Show Review vom Kollegen Schuh zu klauen: Ich bin der Hass.

Aber mal ehrlich: AT THE FAREWELL PARTY konnten ihren Stand bei mir noch nie aufbessern. Von Auftritt zu Auftritt (und denen kann man irgendwann leider nicht mehr aus dem Weg gehen weil diese geschminkten Unmenschen einfach ÜBERALL auftreten) wurden sie schlimmer. Stets wurde der tiefe Blick in die Augen der weiblichen Besucherinnen gesucht und immer "fleißig klatschen". Das können die doch nicht ernst meinen.

Aber immerhin: Sie ziehen ihr Ding durch. Ein Album für die naiven Rockgirlies da draußen und für all jene, die gerne mal eine solche zur Freundin hätten. Lyrics vom Wühltisch und als Titel bitte nur die plakativsten mit jede Menge Klischees obendrauf. Den Kleidungsstil, wie er dieser Tage angesagt ist, bitte möglichst locker halten, trotzdem einen geschäftlichen Flair mit auf die Promofotos. So mag dich auch die Schwiegermutter. Und wie schon erwähnt: Der Sound auf "Infinity Is Miles Away" ist akzeptabel. Nicht zu glatt und nicht zu sehr aus der Garage. Die Balance halten, das einzige was dieses Album kann. So nimmt man Kritikern den Wind aus den Segeln. Gut ausgedacht, allerdings braucht es doch mehr um einen verbitterten Koblenzer zum Lobe zu bewegen. Schon das Artwork dieser Platte erinnert sehr an FALL OUT BOYs "Infinity On High", dank des Sternenhimmels. Dann auch noch der ähnliche Plattentitel und die Promofotos im großen Stile eines Mr. Wentz. Legt man dann endlich das Album ein grault es einen nur noch. Konstruiert und vorhersehbarer Poprock mit Tendenz zum Emo. Gleich beim Opener, dem Vorzeigesong, geht es los. Simpel gestrickter Rock, langweilige Stimme und im Refrain ein wenig Geschrei. Ein aufgehendes Konzept ausgereizt bis auf's Letzte. Und glaubt ihren Bulletins bloß nicht.

Tracklist:

Leave it all behind
Put it in put it out
Into misery
Fire! Fire!
Timemachine
Final nights
We belong here
The mechnism of bad taste
Wold we know
Skeleton gloves
Trapped in glass
To the top

Alte Kommentare

von Mark 02.10.2009 16:34

Haha geilste review die ich kenne! Die Typen sind so erbärmlich das ist echt unglaublich. Möchtegern scheiß und nichtmal musikalisch gut!

von Raphael 02.10.2009 16:41

Danke Mark, ich dachte schon ich werde jetzt zerfleischt.

von Mark 02.10.2009 16:46

Keine Sorge ich stehe dir bei im Kampf gegen die kleinen Emomädchen;)!

von Micha 02.10.2009 17:03

Haha du sprichst von dem Konzert in der Sansibar vor ca. 1/12 Jahren :D

von Raphael 02.10.2009 17:04

Ja, genau das. Ich war gerade 13

von Sno 02.10.2009 17:10

Unsympathische Mistband die nur Dreck produziert... Gerne auch " Unsymapthische Drecksband die nur Mist produziert "

von mr. t 04.10.2009 14:49

At the pups party ist echt der größte obermüll, genauso wie KABQ, eine schublade...eine scheisse nervt nur noch

von andi 05.10.2009 01:07

schade dass raphael aus koblenz nicht für umsonst aufs konzert durfte. aber toll, dass er hier die möglichkeit hat seinen frust abzulassen. hoffe es geht ihm jetzt besser.

von Raphael 05.10.2009 09:34

Geht es mir tatsächlich!

von Alex 07.10.2009 12:06

Ich lese eindeutig raus, dass hier Unmut wegen einer Sache passiert ist, für die die Band nichtmal was kann. Wieso sucht ihr für ein CD-Review ausgerechnet jemanden aus, der die Band aufgrund von Nichtigkeiten hasst? Eigentlich sollte die Band als ganzes und unvoreingenommen bewertet werden. Du whinest nur rum und flamest 'Togetherness' tot. Hast du dir auch mehr als den ersten Titel angehört? Dir mal die Songtexte durchgelesen? Ist inzwischen unmöglich, nicht wie ne andere Band zu klingen. Dass sie Möchtegern sind kann man trotzdem nicht sagen. Sie haben ihren eigenen Stil. Manchen gefällts, manchen nicht. Du bist einfach nur jemand, der 'Time for Revenge' gesucht hat. (Btw auch ein schöner Titel, ders nicht aufs Album geschafft hat.) MfG

von Raphael 07.10.2009 12:18

Alex, wie lange hast du jetzt gebraucht um das Review zu analysieren und auf diese super These zu kommen, dass es nur um meinen Unmut geht? Weißt du was mich ankotzt? Dass es tatsächlich Menschen gibt die nun meinen ich hätte die CD nur zerrissen weil ich nicht auf der GL stand. Aber im Grunde ist mir das völlig egal. Die CD wäre auch ohne diesen Vorfall scheiße und dann wären es statt vier Absätzen wahrscheinlich nur 6 Sätze geworden. Viel gibt es zu dem geklauten Matsch nämlich nicht zu sagen. Und sich hitner einem Namen und höflichen Formulierungen zu verstecken ist ohnehin schilmmer als eine Beleidigung utner einem Nickname. Sag doch mal wer du bist und warum du die Band so verteidigst? Jeder der nicht ganz debil ist und gute Musik schätzt kann hiermit nichts anfangen.

von Alex 07.10.2009 12:35

Warum ich die Band so verteidige? Nun ja. Wenn man Fan einer Band ist dann tut man dies halt. Versteh mich nicht falsch. Ich hab mir das Album eine gefühlte halbe Million mal angehört, habe auch selbst Radiospecials, Rezensionen und Meinungen veröffentlicht. Auch ist mir klar dass die Band recht Mainstream geworden ist im Gegensatz zu damals, aber das macht sie keineswegs schlecht. Dass du grade 'Togetherness' als Anschauungsobjekt wählst, zeugt davon, dass du dir weder mal andere Reviews durchgelesen noch dich stärker mit der Scheibe auseinandergesetzt hast. Sie hat nähmlich wesentlich mehr Facetten. Erstmal ist die Scheibe in drei Teile aufzuteilen: Die alten Titel, die schonmal erhältlich waren, die schon auf Konzerten gespielten Titel, zu denen auch Togetherness zählt und die komplett neuen Titel. Die alten Titel orientieren sich mehr an der damaligen EP. Viel gekreische, schöner, dreckiger Sound und richtig viel Power unter der Haube. Mit Togetherness, und da geb ich dir voll und ganz Recht, setzte der Mainstream ein, der einerseits dafür sorgte, das eine beachtliche Anzahl weiblicher Fans dazukamen, sowie die gleiche Anzahl der 'Harten' Fans den Konzerten in der Region Hessen fernblieben. Doch es gibt sehr viele schöne Titel dieser Zeit, zum Beispiel Fire! Fire! und Timemachine, die meiner Meinung nach ins Ohr gehen. Die neuen Titel gehen sehr in die Richtung MCR und Fallout Boy. Allerdings finde ich nicht, dass es arg abgekupfert ist, sondern eher daran orientiert. Aber shau dir mal die Einflüsse der Band an, dann weißt du woher das kommt. Nichts desto trotz halte ich vor allem "Into Misery" für einen Ohrwurmtitel mit seh viel Potential. Die Zukunft von ATFP ist insofern ungewiss, dass sie sich nicht wirklich für einen richtigen Stil entschieden haben. Sie stehen noch zwischen dem harten von damals und dem, was sie eine Weiterentwicklung nennen. Das einzige was ich denke ist, dass sie ihren Weg machen werden. Wenn ich dir sag "Hey, ich steh voll auf Enter Shikari und WBTBWB" bin ich mir sicher, dass du auch nicht unbedingt begeistert bist, aber man muss bedenken, dass es auch Leute gibt die auf solche Musik stehen. Und es gibt natürlich auch ATFP-Fans. ;)

von Raphael 07.10.2009 12:43

Jaja, alles schön und gut aber komm mir nicht mit der Mainstream Schiene. Sowas ist mir relativ latte. Außerdem gehört die Band keineswegs zu denen die ich zum Mainstream zähle. Völlig Humbug. Chartplatzierung und all so ein Quatsch werden hier ewig auf sich warten lassen.

von Alex 07.10.2009 12:50

Ja, in welche Kategorie ordnest du sie denn ein? Hast du schon einmal die EP in der Hand gehabt? Würde mich interessieren. =)

von Raphael 07.10.2009 13:27

In die Kategorie "Langweilig". Bleib mir mit der EP weg.

von Mark 08.10.2009 13:25

Haha geile Reaktionen Raphael. Kann ich nur komplett unterschreiben. Dass sich auch immer diese Bandmitglieder anonym rechtfertigen müssen!:D

von Einfach... 08.10.2009 15:43

...nur grauenhaft. Wenn's wenigstens gut gemacht wär, rocken würde oder zumindest nen Ansatz von weichgekochten Eiern hätte...aber nix. Nur selbstgefälliges Rumgehopse im Stil der US Collegepoprock Szene. Hier gibts für die Rock'n Roll liebende Fraktion nichts zu holen, ausser Seelen- und ideenloses Zusammengeklaue von zweitklassigen Poprockstandards. Ärgerlich wie Herpes und unnötig dazu.... Sorry, wenn ich so abzieh, aber ich kann dieses Geseiche echt nicht ertragen. Kriesch soooooon Hals, Liebelein

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