Plattenkritik

Azad - Game Over

Redaktions-Rating

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Release Date: 01.01.1970
Datum Review: 04.04.2006

Azad - Game Over

 

Ziemlich genau ein Jahr nachdem die Mega-Collabo bestehend aus AZAD und KOOL SAVAS mit "One" so einiges abräumten steht auch schon das nächste Album des Lokalpatrioten in den Startlöchern. Die 100.000 verkauften Einheiten sprechen eine deutliche Sprachen auch wenn einige langjährige Anhänger von AZAD nicht ganz so sehr mit dem fast wispernden Flows vom Bozz d’accord waren.

Auch auf "Game Over", welches auf dem Universal Sub-Label Bozz Music erscheint werden sich manche Wegbegleiter ob des Mangels an Battletracks beschweren aber beginnen wir von vorne: Schon nach den ersten Hördurchgängen des Silberlings gerate ich ein wenig ins rotieren, 21 Tracks zeigt mein Player an, auf der Tracklist findet man jedoch nur stolze 20 wieder. Bei dem 21. bzw. ersten Track von "Game Over" hat man es nämlich mit einem kleinen Schmankerl für die schnellen Käufer zu tun, die zur limited Edition greifen. Es handelt sich um ein ausgezeichnetes Beatbox Intro, das SCRATCH von THE ROOTS dem Bozz spendierte. Ein Anfang also welcher nicht besser ausfallen könnte. Derbe geht es mit der ersten Single Auskopplung "Alarm" in die Vollen. Vor Punchlines triefend und mit einem mörderischen Beat ausgestattet markiert AZAD offensiv sein Revier und beansprucht die Krone für sich. Dem Mann nimmt man den Concrete Jungel ab in dem er lebt, hier wird die Straße geatmet. Es folgen jede Menge Features, die AZADs neu gefundenen Drang zu Experimenten demonstrieren. Die Ein-Mann-Armee dringt mit AKON in Raggae-lastige Gefilde vor und erhält damit die Gegenleistung für seine Einlage bei "Locked Up". Ein wenig ungewohnt aber dennoch ansprechend. Deutlich weniger überzeugt "Eines Tages" mit der lieblichen CASSANDRA STEHEN. Der Gesang von Cassandra ist Top nur die zusätzlichen, künstlich viel zu hoch gepitchten Vocals kann ich mir echt nicht antun. Auch über das soulige "Weiße Taube" kann man sich streiten. Bei diesem Friedenssong hat XAVIER NAIDOO ca. zwei Drittel der Gesangspart, was mich bei den nächsten Hördurchgängen den Song skippen lässt. Die SAAD und JONESMANN Features sind bester Güte und besonders "Meine Zeit" sticht an dieser Stelle deutlich hervor. Als einer meiner absoluten Faves zeigt sich der Battletrack "K.O." bei dem AZAD noch einmal alles einebnet. Insgesamt ist "Game Over" ein absolut standesgemäßes und vielseitiges Album, welches mit sehr düsteren und unaufdringlichen Beats hantiert und verbal nicht zu sehr dem Fäkal-Jargon frönt, den man aus den Berliner Blocks gewohnt ist. Hier gibt’s jede Menge Getthopoesie zu entdecken obwohl mir die Ein-Mann-Armee in ihrer Paraderolle noch am besten mundet.

Release: 31.03.2006

Tracks:
1. Game Over Symphonie
2. Alarm
3. Streetlife feat. Akon
4. Krankfurt
5. Headbanger feat. Jonesmann
6. Think positive (Skit)
7. Eines Tages feat. Cassandra Steen
8. Wenn es dunkel wird feat. Warheit
9. K.O.
10. Alles wird gut
11. Meine Zeit feat. Jonesmann
12. Frieden (Skit)
13. Weiße Taube feat. Xavier Naidoo
14. Sohn des Betons
15. W.A.R. feat. Warheit
16. Mein Song feat. J-Juv
17. Stadtfalke feat. Sivan Perwer
18. My lifetime
19. Auge des Sturms feat. Saad
20. Game Over feat. Sti & Jonesmann

Alte Kommentare

von shawn 05.04.2006 14:05

bitte erst zum logopäden dann rappen!

von jon da 16.04.2006 12:30

geile beats. geile texte. geiles album

von real 30.04.2006 14:27

ich kann jon da nur zu stimmen

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Torben

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Allschools Chef

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