Plattenkritik

BEING AS AN OCEAN - s/t

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Info

Release Date: 03.07.2015
Datum Review: 20.07.2015
Format: CD

BEING AS AN OCEAN - s/t

 

Nach „How We Both Wondrously Perish“ 2014 kommt nun schon der Nachfolger in Form des selbst betitelten neuen Albums. Während das Debüt „Dear G-D...“ einschlug wie eine Bombe und die Band um Sänger Joel Quartuccio katapultartig ins Rampenlicht bugsierte, konnte mich „How We Both Wondrously Perish“ im letzten Jahr zwar durchaus überzeugen, aber es waren eben keine Songs mehr, die Gänsehaut verursachten oder einem mit offenem Mund ungläubig zurückliesen. So war ich zugegebener maßen auch etwas skeptisch, dass nach nur gut einem Jahr schon der nächste Longplayer auf den Markt kommt.

 

Los geht es mit dem vorab schon veröffentlichtem „Little Richie“. Ein Song, der ganz exemplarisch als Beispiel für den Sound von BEING AS AN OCEAN und die Entwicklung seit „Dear G-D...“ steht. Der Gitarrensound ist ein klein wenig zurück zu den Wurzeln, zwar während des melodischen und eingängigen Refrains noch sehr dicht und ein wenig Melody Punk angehaucht, dann aber doch wieder sehr differenziert und fast schon zurückgenommen, so dass auch Joel's gefühlvoller Gesang wieder mehr Raum erhält und nicht im Gesamtsound untergeordnet ist. Denn auch das war ein Merkmal was BEING AS AN OCEAN speziell und besonders machten, neben vielen Spoken Parts, ist der Gesang einfach ein markantes Merkmal der Band. Ein Schritt zurück, welcher dann doch eher zwei Schritten nach vorne entspricht. Im weiteren Verlauf verfestigt sich der Eindruck, dass die Band mit diesem Album ihren Sound gefunden hat. Verdammt emotionaler Post-Hardcore, der mittlerweile jede Menge Melodie in den richtigen Momenten in den Sound integriert hat, welche nicht nur von den Gitarren, sondern auch sehr stark vom melodischen Gesang von Gitarrisst Michael McGough lebt. Anspieltips sind „Little Richie“, „Sleeping Sicarii“, „Saint Peter“... Einziges Manko bleibt, wie beim Vorgänger, dass neben vielen guten und sehr guten Songs, kein richtiger Kracher dabei ist, wie es ein „Nothing Save The Power...“ oder „Dear G-D...“ in meinen Augen waren. Aber vielleicht bin ich auch einfach zu kleinlich oder setze die Maßstäbe auch zu hoch. Das Debüt damals hatte mich doch ziemlich umgehauen und so sind die Erwartungen nach was Besonderem oder Außergewöhnlichem einfach überzogen.

 

„Being As An Ocean“ ist ein gutes Album geworden, welchem man definitiv ein Ohr schenken sollte, Fans der Band können eigentlich blind zugreifen.

 

Tracklist:

  1. Little Richie

  2. Ain't Nobody Perfect

  3. The Zealot's Blindfold

  4. Sleeping Sicarii

  5. Judas, Our Brother

  6. Saint Peter

  7. Forgetting Is Forgiving The I

  8. The World As A Stage

  9. Sins Of The Father

  10. … And Their Consequence

 

 

 

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Felix M.

Autoren Bio

ruhiger, bodenständiger Zeitgenosse

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