Plattenkritik

Bale - Inside The Rain

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Release Date: 11.12.2009
Datum Review: 25.06.2010

Bale - Inside The Rain

 

Klar ist, immer wenn man die erste EP einer neuen Band hört, wird man automatisch dazu verleitet sie zu vergleichen und in eine bestimmte Schublade stecken zu wollen. Gerade bei den Münchenern von Bale liegt diese Tatsache nahe, denn wie könnte man sie nicht mit Bands wie Hatebreed und Konsorten vergleichen, wo sie doch beim ersten Hören soo ähnlich klingen.

Doch wenn man ihrer EP „Inside the Rain“ ein paar mehr Durchläufe gönnt, stellt man fest, dass sie einen ganz eigenen Charakter haben und nicht nur eine billige Kopie sind.
Beim Intro des Songs „Sand Pits“ wird man schon sehr stark an Hatebreed erinnert, doch nur weil sie auf einen ähnlichen Aufbau des Songs setzen, verlieren sich doch nicht an Individualität. Trotz solcher Vergleiche schaffen sie es genauso den Hörer durch Energie und Aggressivität mit- und vom Hocker zu reißen. Der zweite Song „Hideout In Flames“ hingegen setzt am Anfang auf eine zarte Akustikgitarre, welche von harten Drums und Gitarrenriffs abgelöst wird. Doch wirkt dieses Intro nicht fehl am Platz oder aufgesetzt, sondern fügt sich harmonisch in den Song und verleiht ihm eine besondere Note. Sowieso hatte man bei der gesamten EP den Eindruck, dass das Konzept und alle Bestandteile der Songs sehr gut durchdacht sind. Nicht umsonst hat es vier Jahre gedauert von der Gründung der Band bis zur ersten EP. Bale bedienen sich auf „Inside The Rain“ einer breiten Bandbreite, so setzen sie beim Track „Six Eight Seven“ zum Beispiel auf sehr eingängige Riffs, die eher metallischer klingen. Es scheint so, als hätten Bale ihr Augenmerk vor allem auf die Intros ihrer Songs gelegt, denn diese sind durchweg originell, eingängig und fügen sich harmonisch in den Song. Doch auch der Rest der Songs weiß durchaus zu überzeugen und sorgt mit ordentlich Moshparts für gute Laune.

Wer sich also durch blöde Vergleiche nicht abschrecken lässt, sollte sich auf jeden Fall die EP der Jungs aus München mal vorknöpfen und sich selbst ein Urteil bilden. Man wird beim Hören auf keinen Fall enttäuscht.



Tracklist:
01. Sand Pits
02. Hideout In Flames
03. Six Eight Seven
04. Descending
05. Inside The Rain

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Wencke

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