Plattenkritik

Betontod - Traum von Freiheit

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Release Date: 27.02.2015
Datum Review: 24.02.2015

Betontod - Traum von Freiheit

 

Neues Label, neues Management, mit dem letzten Album „Entschuldigung für Nichts“ auf Platz 10 der deutschen Charts gelandet, die Erwartungen an das 8. Studioalbum der Rheinberger Punkrocker dürften damit relativ hoch gesteckt sein.

„Traum von Freiheit“ startet mit dem gleichnamigen Song, welcher vorab auch bereits als Single veröffentlicht wurde. Ein Song an dem es wenig auszusetzen gibt, durchaus mit Hit-Potential versehen, ruhige Strophe, ein eingängiger metallischer Refrain, welcher sich relativ schnell im Ohr festsetzt, doch es fehlen ein wenig Ecken und Kanten, das wird den einen mehr, manch anderen gar nicht stören. BETONTOD zeichnen sich noch immer durch ihren Hang von Punk in Richtung Metal aus und auch der Gesang von Oliver ist stets rau und kratzig und alles andere als poppig, selbst in ruhigen Songs, wie der Ballade „Für Immer“, klingt das als hätte er gerade eine durchgezechte Nacht hinter sich. „Komm wir tanzen zusammen im Wasserwerfer-Regen...“, diese Zeile aus „Traum von Freiheit“ klingt dann doch etwas rebellischer und aufmüpfiger als es die Musik von BETONTOD im Jahre 2015 ist. Wie gesagt, Gesang und metallische Gitarren, sorgen dafür, dass man sich von Bands wie den TOTEN HOSEN doch noch ganz klar abgrenzen kann, dennoch sind BETONTOD auf „Traum von Freiheit musikalisch leicht zugänglich, sehr melodisch und nicht allzu schwer verdaulich. Eine Ausnahme bildet u.a. der Song „Flügel aus Stahl“, Double-Bass Einlagen, ein nicht nur metallischer Gitarrensound, sondern richtige Metalriffs. So sind BETONTOD auch bei weitem noch kein Mainstream, auch wenn neben „Traum von Freiheit“ sicher noch einige Songs auf dem Album zu finden sind, welche problemlos im Radio laufen könnten.

„Traum von Freiheit“ hinterlässt einen guten und soliden, aber keinen überragenden Eindruck. Während der 12 Songs kann man auch keinen Qualitätsabfall feststellen, bei all den schönen eingängigen Melodien, fehlt es an manchen Stellen, wie bereits gesagt, einfach an Ecken und Kanten.


Trackliste:
1. Traum von Freiheit
2. Mein letzter Tag
3. Ich bereue nichts
4. Für Immer
5. Flügel aus Stahl
6. Geschichte
7. Nur für eine Nacht
8. Ihr könnt mich
9. Kämpferherz
10. Alles was ich wollte
11. Legion der Verdammten
12. Nach all den Jahren

Autor

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Felix M.

Autoren Bio

ruhiger, bodenständiger Zeitgenosse

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