Plattenkritik

Blacklist Royals - Semper Liberi

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Release Date: 25.06.2010
Datum Review: 24.06.2010

Blacklist Royals - Semper Liberi

 

THE GASLIGHT ANTHEM? Nee, das sind BLACKLIST ROYALS, die da grad im Player rotieren. Aber verdammt ähneln die sich ja schon. Hätte ich da nur mit einem Ohr zugehört und hätte ich das Teil nicht selbst eingelegt wär ich sicher nicht drauf gekommen. Aber mit THE GASLIGHT ANTHEM verwechselt zu werden: Gut oder schlecht? Gegen die Qualität kann’s schon mal nicht sprechen – zumindest, wenn man auf die derzeit hochgelobten (mutmaßlichen) SPRINGSTEEN-Fetischisten steht. Doch irgendwie kostet es den BLACKLIST ROYALS natürlich auch etwas an Identität. Etwas punkiger sind die Jungs schon, wenn man etwas genauer drauf achtet. Und Muntamonikas, sanfte, im Hintergrund agierende Keyboards und Klaviereinlagen – gab’s das jetzt auch bei THE GASLIGHT ANTHEM? Egal: Der Flow ist der gleiche, und darauf kommt’s an. Und qualitativ? Zum Nebenbeihören vielleicht ein Ersatz, doch schon im Auto fehlt dann doch etwas. Diese (mehr oder weniger) subtile Art gute Laune für gutes Wetter zu machen haben zwar auch BLACKLIST ROYALS drauf, und auch der Arm kann zu diesem Sound – bestenfalls, für die ganz coolen, mit Kippe – aus dem Auto hängen gelassen werden. Doch Hand aufs Herz: Hier fehlt dann doch das gewisse Etwas, der besondere Moment, die speziellen Trademarks. Alles ganz nett, aber eben auch nicht herausragend. Leidenschaft und Herzblut will ich den Jungs aber bei der Produktion dieses Albums nicht absprechen, denn das spürt man hier durchaus in jedem Takt.

Tracklist:

01. No Looking Back
02. Rock And Roll
03. Howling At The Moon
04. White Line Fever
05. American Hearts
06. California
07. Tennessee Blues
08. Drive On
09. Love In The Backseat
10. Jolie Blonde
11. Things They Say
12. The Promised Land
13. Churchbells Are Ringing
14. Dimestore Ring
15. Lost At Sea

Alte Kommentare

von Domme 25.06.2010 01:19

Ich liebe Muntamonikas! Fast so sehr wie Muntermonikas und Mantamonikas. Jedoch empfinde ich Rechtschreibschwächen in CD-Reviews langsam wirklich als störend.

von RayP 25.06.2010 09:34

Tolles Album, vor allem steckt weniger Gaslight Anthem drin als hier steht. Ein paar Hits und viel Herzblut sind drin. Sollte man sich mal anhören.

von Sven 25.06.2010 09:46

Verstehe zwar durchaus den Gaslight Vergleich, finde aber hier nur Nuancen wieder (Cover, Texte übers Autofahren durch die Staaten....). Musikalisch in meinen Augen wenn dann allerhöchstens in Richtung der ersten Gaslight LP, aber für mich eine deutliche größere Portion ältere Against Me, teilweise Social D, vielleicht auch Fake Problems. In meinen Augen ein sehr sehr gutes Album, dass sicher den ein oder anderen Gaslght Fan (da ist es wieder), der ob der neuen Platte enttäuscht sein mag, Gefallen wird. Schöne Sommer Platte. Auf der es allerdings zugegebenermaßen 1-2 Filler gibt (leider sind die gerade am Anfang postiert, so dass es einem den Einsteig schwer machen kann).

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Olivier H.

Autoren Bio

"They said, Do you believe in life after death? I said I believe in life after birth" - Cursed

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