Plattenkritik

Blessed By A Broken Heart - Feel The Power

Redaktions-Rating

Info

Release Date: 24.01.2012
Datum Review: 16.01.2012

Blessed By A Broken Heart - Feel The Power

 

Fast magisch, wie Musik oft diverse Stimmungen und Launen beeinflussen, hervorrufen oder auslösen kann. Schon mal CONVERGE beim Lieblingsitaliener gewünscht? Oder BON IVER auf der SLAYER-Aftershowparty aufgelegt? Im Atemzuge des absolut (bis überhaupt gar nicht) ernstzunehmenden Wiederauflebens des Hair Metal / 80er Hardrock oder AXL ROSE´ Kinderstube gibt es einfach deutliche Assoziationen, die an einzelne Songs, Stile oder Alben gekoppelt sind. Und sein müssen.


Da ist zunächst dieses Cabrio. Verdeck unten. Motor rotzt. Dreckige Chucks drücken das Gaspedal durch. Whisky-A-Go-Go. Rainbow. Sunset Strip. Mucke bis zum Anschlag. BLESSED BY A BROKEN HEARTs „Deathwish“ könnte genauso laufen wie SKID ROW, MÖTLEY CRÜE oder Hits von MAIDEN. Diese moderne (Metal-)Kante an ergänzenden Grunz-Vocals und gepitchten Doublebass-Attacken kann man übersehen – oder einfach mitlieben. Die klirrenden Gitarren spielen zerrende Soli und vor Klischees triefende Licks, wenn Tony Gambino nicht gerade mit beherztem Organ hallende Übersongs wie „Forever“ oder „Shut Up And Rock!“ ausschmückt. So müssen Nächte 1987 in West Hollywood geklungen haben. „Bang Your Head – Shut Up And Rock!“ Dürfen die das? „Rockin´All Night, Party ´Til The Daylight – Havin´ The Time Of Our Lives“ Na und? Das Sextett aus Kanada darf sich mitunter an allen „Reim-mich-oder-ich-fress-Dich“-Kanten bedienen, denn heraus kommen hier zum Schluß – wie sonst aktuell vielleicht bei STEEL PANTHER – musikalisch erstklassige Songs mit Hang zur Comedy, der gelebten Lächerlichkeit oder eben dem oberflächlich-as-fuck gesinnten Partycharakter, wie ihn „Holdin´Back For Nothin“ druckvoll und wallend oder „Sleepless Nights“ exquisit klassisch servieren.

Keine Angst, BLESSED BY A BROKEN HEART haben vor Album Nummer drei ausreichend Nachforschung und Vorbildersuche betrieben. So ertrinkt die schmachtende Ballade „I´ve Got You“ beinahe im Kitsch und das Dancebeat-gestützte „Scream It Like You Mean It“ meint es auf moderne und erschütternde Art und Weise ernst. Wohl zu fühlen scheinen sich die Herren um Gambino, J und „Shred Sean“ (yes!) allerdings sehr wohl auch im gegenwärtigen Umfeld, wie Freundschaften, Touren und Bezüge zu MAROON, ENTER SHIKARI oder BRING ME THE HORIZON aufzeigen. Zu schön, wie dieses Spektakel aus Montreal hier überbrückt, was statt Partys, Kutten und Girls heute (nur noch) durch Kickbox-Tricks, Trainingshosen und Scheitelkasper definiert zu sein scheint.

„Feel The Power“ steht als Titel, Versprechen und Klangfarbe an sich. „Feel The Power“ steht ebenso für die Berechtigung des peinlichen Künstlernamens und der neonfarbenen Spandexhose. Und mit jedem einzelnen Auszug dieses Dutzend Songs auch für den Wunsch, seit 15 Jahren nicht mehr beim Frisör gewesen zu sein.

Trackliste:
01. Deathwish
02. Shut Up and Rock!
03. Love Nightmare
04. Forever
05. Thunder Dome
06. Holdin' Back For Nothin'
07. I've Got You
08. Rockin' All Night
09. Scream It Like You Mean It
10. Skate Or Die
11. Innocent Blood
12. Sleepless Nights

Alte Kommentare

von Patrick Star 18.01.2012 16:03

"Forever" stampft ja mal alles in den Boden. Lange nicht mehr so nen catchy Song gehört!

von @ Patrick Star 27.01.2012 22:12

ich stimme dir vollkommen zu! Wirklich ein fetter Track!

von fail 28.01.2012 10:03

"Forever stampft ja mal alles in den Boden. Lange nicht mehr so nen catchy Song gehört" bitte was?? so n glam-scheiß. wie kann man das ernst nehmen... *koppschüttel* xDDDDDDD

von @fail 28.01.2012 10:59

is wohl schlimmer als gedacht mit dir =),..naja hauptsache du kannst dich daran erfreuen...

von Möp Möp 01.02.2012 14:06

Also ich muss sagen, ich stand dem Album erst skeptisch gegenüber. „Pedal To The Metal“ war einfach ein richtiges Brett und die ersten Auskopplungen haben mir zwar zugesagt, aber iwas fehlte. Jetzt nach mehrmaligem Durchhören muss ich sagen: Das Album geht nach vorne! Es kommt meiner Meinung nach natürlich nicht an PTTM ran, hat 1-2 Songs die mir persönlich zu langweilig sind, aber es passt und wird mit jedem mal besser! Wer die Chance hat, sollte sich die Jungs übrigens unbedingt mal live angucken!!!

von Daharka 01.02.2012 15:04

Jetzt mal ernsthaft, was findet man an diesem schmonzigen Glamcore (schon eine Unart an sich) denn gut ? Das schlechteste der 80er gepaart mit Metalcoretrends? Versteh die hohe Bewertung nicht...

von das schlimmste 01.02.2012 17:26

an dieser band is der name voll schwul

von das schlimmste ist 01.02.2012 17:28

wenn das heart broken ist

von blessed 17.02.2012 15:24

HAMMERALBUM!

von Blasta Tha Butcha!! 24.02.2012 22:11

Läuft rauf und runter - Bombe!

Autor

Bild Autor

Moppi

Autoren Bio

Alt, langweilig, tierlieb.

Suche

Social Media