Plattenkritik

Cancer - Weight Of The World

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Release Date: 11.05.2012
Datum Review: 19.04.2012

Cancer - Weight Of The World

 

Beta-2-Agonisten und diese angebliche Schwächung des Herzmuskels werden sicher kein schlimmes Ende mit sich bringen. Und sämtliche Mineralstoffe, die durch den Einsatz von Diuretika flöten gehen, muss der Körper einfach wieder draufschaffen. Nach der Hoffnung sterben bloß noch die Märchen, dann steht fest: Keiner will – egal mit welchen Hilfsmitteln – das Gewicht der Welt im Hier und Jetzt stemmen. Kann ja auch nicht klappen. Erst recht nicht musikalisch.


Joel Bader ist seit jeher angetan von Musik. Sie ist fester Bestandteil der Welt des Schweizers. Zuerst waren „Family, Music, Me“ und Songs wie „I Felt Hope“ oder „Slight Return“, die zwischen rockigen Collegesounds und glattem Punkrock anstanden, bis sie brav vortragen durften was ihnen auf der Seele brannte. Wenig dringlicher und nur gehemmt imposanter erwarten nun die sechs Songs auf „Weight Of The World“ ihre Vertrauensperson. „As Long As We Are One“ zerrt zu Anfang mit und will nichts besser wissen, aber auch keinen Größenwahn anzetteln: Mit einem California-atmenden Chorus und dem angenehmen, aber unauffälligen Organ Baders gehen CANCER als Rocktrio und mit schweißnassem Handtuch von der Bühne, nicht aber als Sieger. Dafür zündet „Dying Fairytale“ viel zu klamm und wartet lieber schleichend, ob „Shooting Star“ nicht doch aus dem bequemen Sessel des Standards hochkommt.

Kräftige Instrumentierungen, mutige Gesangslinien oder aufmüpfige Licks, die keine Revolution ausrufen sollen, zumindest aber die Wörtchen „Pepp“ oder „Kick“ deuten dürfen: Leider Fehlanzeige. CANCER lassem dem Equalizer seine wohlverdiente Ruhepause, „The Glory So Far“ versucht sich im Ansatz an RIVER CITY HIGH´s relaxter Eleganz oder FACE TO FACE´ geradem Rückgrat - „I´ve Got A Plan And I Know It´s Good, I´m Gonna Take A Walk, Down The Road...“ legt sich jedoch in der nasal schleppenden Strophe selbst schneller wieder ab, als potentielle Interessenten über 25 ihren Wecker stellen können.
Sven, Joel und Silvio spielen attraktiv und stets Hand in Hand, trotzdem zögert „Weight Of The World“ in zu vielen von den wenig offenbarenden Momenten. Im abschließenden Titeltrack dann für achtzig Sekunden letztes Aggressionsgedeck zu schüren, hilft den Schweizern leider wenig, selbst der schleichende Zug aller Anabolikajunkies ist abgefahren und muss die Last weiterreichen: CANCER konnten trotz Mühe und Elan nicht mit aller Muskelkraft für siebzehn Minuten Hoffnung spenden.

Trackliste:

1. As Long As We Are One
2. Dying Fairytale
3. I Felt Hope
4. Shooting Star
5. The Glory So Far
6. The Weight Of The World

Alte Kommentare

von jetzt 19.04.2012 21:31

ist er auch noch Arzt...

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Moppi

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Alt, langweilig, tierlieb.

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