Plattenkritik

Catamenia - Cavalcade

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Release Date: 26.02.2010
Datum Review: 16.02.2010

Catamenia - Cavalcade

 

Natürlich ist Veränderung bei einer Band zu begrüßen, aber wenn dabei die Seele auf der Strecke bleibt, ist die Richtungsänderung ein verwerfliches Unterfangen. So zeigen sich CATAMENIA auf ihrem neunten Album "Cavalcade" deutlich angepasster, glatter und verschmuster als in der Vergangenheit. Nicht, dass die Finnen auch mal ordentlich die Katze aus dem Sack prügeln und somit ihre Melodic Black Wurzeln herauskitzeln. Aber der Grundtenor liegt auf vielfach eingesetztem Klargesang und modernen Rhythmen, so tendiert "Cavalcade" eher in Richtung SENTENCED/POISONBLACK meets melodischen Schwedentod als gen nordischer Stimmungskälte mit brutalen Temperaturen. Da passt es sich gut, dass Kumpel Ville Laihiala (POISONBLACK) um die Ecke wohnt und im Eröffnungstrack ein gesangliches Gastgeschenk verteilt hat. CATAMENIA variieren geschickt das Tempo und betonen bei meist im Midtempo gehaltenen Songs ihre Riffbesonnenheit. Dabei nutzen sie ihre Erfahrung als Songschreiber und komponierten knackige, auf den Punkt kommende Songs ohne viel Ballast, wenngleich die Keys nach wie vor mit Aufmerksamkeit auf dem Album versehen wurden. Die Produktion lässt an vielen Stellen Durchschlagskraft vermissen, zu soft und ohne Druck ist der Sound ausgestattet worden. Den Schlusspunkt setzt ein durchwachsenes MEGADETH Cover ("Angry Again"), vielleicht ein Wink mit dem Zaunpfahl für die Ausrichtung des zehnten Outputs. "Cavalcade" ist alles andere als schlecht geworden, aber es fehlen die großen (Seelen in Gefangenschaft nehmenden) Momente, die Alben wie "Chaos Born" und vor allem "Winternight Tragedies" zu Hauf hatten.

Tracklist:
01. Blood Trails
02. Cavalcade
03. The Path That Lies Behind Me
04. Silence
05. Quantity of Sadness
06. Post Mortem
07. The Vulture's Feast
08. A Callous Mind
09. Reincarnation
10. Angry Again

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Clement

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Ich fühle mich zu alt

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