Plattenkritik

Chaos Breed - Brutal

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Release Date: 01.01.1970

Chaos Breed - Brutal

 

Obwohl “Brutal” das Debüt von ChaosBreed darstellt, handelt es sich bei den Finnen keinesfalls um Neulinge im Geschäft. Gitarrist Esa Holopainen spielt hauptberuflich bei Amorphis; dort war auch Bassist Oppu Laine einst zugange, bevor er mit Mannhai anfing dem 70s Rock zu huldigen; Sänger Taneli Jarva sang drei Alben für Sentenced ein und ist jetzt bei The Black League gelandet; Drummer Nalle Österman ist bei Gandalf; fehlt noch der zweite Gitarrist Marko Tavonen, und der verdingt sich bei Moonsorrow. Somit kann man hier durchaus von einer finnischen Allstar-Truppe reden. Musikalisch hat ChaosBreed jedoch nicht allzu viel mit den meisten der genannten Bands zu tun. Vielmehr ist der Titel des Albums Programm. Schwerpunktmäßig huldigt „Brutal“ dem schwedischen Death Metal, wie ihn Entombed, Dismember und Kollegen Anfang/Mitte 90er Jahren gemacht haben. Die Produktion ist daher nicht von ungefähr sehr Sunlight-mäßig ausgefallen, obwohl das Album nicht in jenem legendären Studio mit dem etwas irreführenden Namen aufgenommen wurde. Doch ChaosBreed haben gut daran getan ihren Sound um einige „artfremde“ Elemente zu erweitern. So finden sich in Songs wie „Faces of Death“ z.B. deutliche Slayer-Anleihen (fast schon eine Hommage an „Dead Skin Mask“). Andere Stücke bestechen wiederum durch ein eher rockiges Feeling, was mich vor allem an Entombed’s „Wolverine Blues“ denken lässt. Das Ergebnis klingt daher weder zu eintönig noch altbacken. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Jungs eine Menge Spaß beim Schreiben, Proben und Einspielen von „Brutal“ hatten. Und den hatte ich beim Hören der Scheibe ebenfalls…

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Olli

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