Plattenkritik

Christian Steiffen - Arbeiter der Liebe

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Release Date: 11.10.2013
Datum Review: 16.11.2013

Christian Steiffen - Arbeiter der Liebe

 

Kürzlich erhielt UDO JÜRGENS Deutschlands bekanntesten Medienpreis für sein Lebenswerk. Im Hinblick auf die folgende Rezension müsste man auf jeden Fall laut aufschreien und den eigentlichen Kandiaten für diese Auszeichnung nach vorne schieben: CHRISTIAN STEIFFEN. Wenn einer dieses kleine süße güldene Rehkitz verdient hätte, dann sicherlich der Herr aus Osnabrück.

Nach der erfolgreichen EP "Ich hab´ die ganze Nacht von mir geträumt" im vergangenen Jahr, schiebt CHRISTIAN STEIFFEN nun schwungvoll sein nächstes Album hinterher. Auf diesem Tonträger zeigt sich erst das wahre Können dieses Ausnahmekünstlers. Sämtliche Geschmäcker werden abgedeckt: Es gibt ein Schlager, Rock, Chanson, Walzer, Discofox und Country. CHRISTIAN STEIFFEN kann hier definitiv als Vielseitigkeitspferd der guten Musik bezeichnet werden. Seine Stimme ist unverwechselbar. Dabei schreckt CHRISTIAN STEIFFEN textlich vor keinem Tabuthema zurück. Sexualverkehr, Drogenkonsum, Luxusgüter, Liebe, Disco und Religion besingt er. Dabei benennt er auch zwanglos die unangenehmen Details, die im Zusammenhang mit diesen Themen zwangsläufig auftreten. Mit vielen Dingen trifft aber absolut den Nerv der Zeit: Selbstmitleid ist besser als Winterdepression, eine Flasche Bier ist ausreichend, wenn das Leben mal nicht Pommes und Disco zu bieten hat.

Begleitet wird der Solist auf "Arbeiter der Liebe" von Original Haseland Orchester (OHO). Und auch dieses Orchester zeigt mit den oben genannten Stilrichtungen ihr ganzes Können. Gemeinsam erzeugen Sänger und Orchester so eine Anziehungskraft auf, die man mehr Tonträgern gönnen würde, aber selbstverständlich können nicht alle Künstler so strahlen, wie CHRISTIAN STEIFFEN. "Arbeiter der Liebe" lässt keine Wünsche offen, lädt zu besinnlichen Stunden alleine ein, denn mehr als diese großartige Musik braucht es nicht, um glücklich zu sein. Das Label Warner Music kann sich auf diesen Fang wahrhaft etwas einbilden und hat bekommen, was es verdient. Diese Platte und diesen Künstler sollte man sich nicht entgehen lassen. Für Menschen denen sich diese Platte nicht direkt verstehen, hat CHRISTIAN STEIFFEN auch einen guten, einfachen Rat auf Lager: "Nur nicht unter Druck setzen, lassen sie es ganz natürlich entstehen. Und dabei natürlich immer positiv bleiben."

Tracklist:
1. Wie gut, dass ich hier bin
2. Ich hab´ die ganze Nacht von mir geträumt
3. Sexualverkehr
4. Champagner und Kaviar
5. Eine Flasche Bier
6. Ich hab´ die den Mond gekauft
7. Arbeiter der Liebe
8. Selbstmitleid
9. Mein bester Freund
10. Ich habe Haschisch probiert
11. Ich fühl´ mich Disco
12. Ein Leben lang
13. Flasche Bier Marsch
14. Eine Rose

Alte Kommentare

von Jule??? 18.11.2013 12:05

kommst du zufällig aus Osnabrück? Die angefahrenen Schulkinder zählen zu deinen Favoriten? Oder bist du zufällig verwandt? Anderns kann man sich das nicht erklären, oder wie kann man sich das hier schön reden?

von oh mein Gott. 26.11.2013 16:03

Ich sehe gerade das Video zu "Sexualverkehr", also ein Ausnahmekünstler ist der ja schon, aber eher in die andere Richtung. Das ist der letzte scheiss, natürlich sollte man den Künstler nicht nach einen Lied beurteilen, aber das hier? Das ist einfach nur schlecht. Und dafür 10 Punkte? Ahahahaha

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Jule

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wäre gern teil einer postfeministischen emopunkband/ verbalprimatin/ kuchenveganerin/ ich kann mir keine songtitel merken, selbst die meiner lieblingssongs vergesse ich.../ ich bin nicht betrunken, ich bin immer so/ fraujule.blogspot.de

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