Plattenkritik

Clair De Lune - Marionettes

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Release Date: 01.01.1970

Clair De Lune - Marionettes

 

Lange angekündigt und nun endlich liegt es vor uns: Die neue und vielversprechende Band auf Deep Elm mit dem wunderschönen französischen Namen Clair De Lune. Gleichzeitig ist „Marionettes“ das erste Lebenszeichen der Band und ließ mich wirklich vor Spannung fiebern. Mit Bands wie zuletzt Settlefish, Desert City Soundtrack oder von mir aus auch Sounds Like Violence releaste man labeluntypisch Bands, die sich einer vertrackten und weniger zugänglichen Gangart verschreien als man es gewöhnt war. Clair de Lune reihen sich wunderbar in diesen Reigen ein und haben 10 nahezu epische und theatralische, aber keineswegs aufgesetzte Songs aufgenommen, die lange um den heißen Brei herumdudeln, bis sie dann schließlich wie wie Vulkane Feuer speien. Riesige Spannungsbögen über Songlängen von 5 Minuten sind keine Seltenheit sondern die Regel. Das E-Piano trägt mit seinen ungewöhnlichen Effekten sicher einen Teil zu der einzigartigen Grundstimmung, die sich irgendwo zwischen Depression und geballter Faust abspielt, bei und fügt sich wunderschön ins Gesamtbild von „Marionettes“ ein. Um es mal auf den Punkt zu bringen: Hier stimmt einfach alles, und selbst die Lyrics sind für Deep Elm Verhältnisse mal ungewöhnlich engagiert und fernab von naivem Herzschmerz. Schade nur dass sie mal wieder nur im Internet nachzulesen sind.

Alles in allem wurde der geneigten Hörerschaft nicht zu viel versprochen und „Marionettes“ ist ein weiteres kleines Juwel der Deep Elm Diskographie. So kann es gerne weitergehen.

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Werner

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