Plattenkritik

Corova - Sequence Of A March

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Release Date: 01.01.2009
Datum Review: 20.02.2009

Corova - Sequence Of A March

 

Uh, das ist schwere und sehr bittere Kost – viel zu lachen hat man bei diesem Album nicht und dennoch genug Grund zum Feiern. COROVA sind düster, trostlos, schwermütig, zerstörerisch und unglaublich langsam. Irgendwo in all dieser Dunkelheit, schimmert jedoch immer ein wenig Licht, ein kleines bisschen Farbe durch. Eine Band wie COROVA irgendwo musikalisch anzusiedeln ist wahrlich nicht einfach. CROWBAR, DEFTONES, Celtic Frost, ja sogar SCARLET kommen mir in den Kopf, wenn ich versuche COROVA mit anderen Bands in Relation zu bringen – und genau das sollte man generell vermeiden, denn vergleiche haben COROVA mit „Sequence of a March“ nicht nötig und würde dem Album nicht gerecht, marschiert es doch eigenständig auf tonnenschweren Füßen.

Sänger Frank Arenz und Konsorten verlassen eigentlich nie den Halftime Rhythmus und saugen mich mit Songs wie dem Titelsong, „Mourning Star“, „Saw“ oder dem grandiosen „Motivation is not enough“ in einen Strudel aus pechschwarzem Zynismus. Das Downtuning kann ich nicht näher bestimmen, die Gitarren episch in ihren disharmonischen Akkorden und Riffing, und dazu Franks Gesang, der eigentlich mehr das Rufen eines Ertrinkenden oder dem Alkoholabusus Verfallenen erinnert, der im nachts im Rinnstein liegt und seine Seelenqualen hinausschreit. Dennoch in sich melodiös und partiell fesselnd. Die Qualität eines Kirk Windsteins wird hier erreicht.

Die Songs fließen ohne großen Anstand in einander über und wo sich dann am Ende eine gewisse Eintönigkeit einstellt, denke ich aber, dass dies beabsichtigt war. „Sequence of a March“ ist unglaublich konsequent, was den roten Faden angeht.

Die Produktion gefällt mir auch wahnsinnig gut, was nicht damit zu tun hat, dass sie in meiner Zweitheimat Oldenburg vollendet wurde, in der DIE TONMEISTEREI. Bass und Drums haben so viel Schub, dass selbst über eine kleine Stereoanlage immer noch genug dickflüssige Doombrühe aus den Boxen sickert und, langsam wie Öl, alles unter sich begräbt. Jedem der es langsam und „doomig“ mag, sei diese CD ans Herz gelegt!

Tracklist:

1. Failure
2. Mourning Star
3. Saw
4. Hunbting Black Rain
5. Sequence Of A March
6. Motivation Is Not Enough
7. Shared Liberty
8. Seven Segments Crushing

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Linc

Autoren Bio

Singer-Songwriter bei "Linc Van Johnson & The Dusters" (Folk´n´Roll) Singer @ Supercharger (DK) Part of the ALLSCHOOLS family since 2006.

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