Plattenkritik

Cortez - Initial

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Release Date: 01.01.1970
Datum Review: 29.03.2006

Cortez - Initial

 

Erst seit kurzem ist mir „Radar Swarm Records“ ein Begriff. Doch meine Meinung, das kleine Label aus Bordeaux betreffend, steigt mit jeder Auskopplung die ich in die Finger bekomme. Auch mit dem Schweizer Trio CORTEZ haben „Radar Swarm“ einen wahren Glücksgriff gelandet, zwar wird wohl auch mit dieser Kapelle der kommerzielle Erfolg ausbleiben, jedoch ist CORTEZ an Individualität kaum zu übertreffen und jedes Label letztlich nur so viel wert, wie die Bands, die es beheimatet.

Schon die Besetzung von CORTEZ ist recht unkonventionell, doch bereits „Pig Destroyer“ haben bewiesen, dass man nur mit Gitarre, Drums und “Gesang“ harte Musik auf einem sehr hohem Niveau produzieren kann. Auch CORTEZ hören sich keineswegs minimalistisch an und es verblüfft immer wider, was für komplexchaotische und zutiefst manische Songs mit solch einer kleinen Besetzung und Instrumentierung zustande zu bringen sind. Nicht zuletzt ist hier auch ein dickes Lob an die Produktion und die Auswahl der sehr subtil Eingebundenen Samples auszusprechen und es verwundert nicht, dass „Initial“ im „RFI Studio“ in Seattle gemastert wurde, wo bereits Alben von „Botch“ und „Isis“ den letzten schliff verliehen bekommen haben. Nachdem CORTEZ sich zu dem „Release“ ihres neuen Albums auf zweiwöchige Promotour durch Frankreich begeben haben, bleibt nun zu hoffen, dass das Trio uns auch in Deutschland bald beehrt. Bis dahin sei „Initial“ jedem, der mit „Isis“, „Aereogramme“ oder Chaoten, wie „Dillinger Escape“ Plan etwas anfangen kann aufs wärmste empfohlen.

Tracklist:
01 – Prompt
02 – Mine De Rien
03 – Neant
04 – L`Enjeu
05 – El Vetic
06 – Marasme
07 – L.M.T.v
08 – b.M.T.v
09 – Notice
10 – Patriarche

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Johannes

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