Plattenkritik

Cradle Of Filth - Godspeed On The Devil's Thunder

Redaktions-Rating

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Release Date: 24.10.2008
Datum Review: 29.10.2008

Cradle Of Filth - Godspeed On The Devil's Thunder

 

Mit einem Paukenschlag melden sich CRADLE OF FILTH auf der Extremmetalbühne durch die Veröffentlichung ihr drittes Konzeptalbum zurück. „Godspeed On The Devil's Thunder“ dreht sich um Graf Gilles de Montmorency-Laval, Baron de Rais (1404-1440), der von sich behaupten konnte, französischer Heerführer, Marschall von Frankreich und Serienmörder (er soll mehr als 140 Kinder gefoltert und ermordet haben) zu sein. Die spannende Geschichte über Gilles de Rais Aufstieg, Leben und Untergang wurde eindrucksvoll von der englischen Wiege des Drecks im achten Longplayer (ohne Best Of oder Live-Alben) vertont, denn das Album über eine geschichtliche Gestalt der Extreme wurde musikalisch äußerst extrem gestaltet. Bis auf „The Death Of Love“, das durch den Wechselgesang Männlein/Weiblein in der Gothic Metal-Schiene fährt, ist der Rest von „Godspeed On The Devil's Thunder“ überwiegend blackig, stark thrashig bis richtig deathig. Es wird wieder ordentlich Gas gegeben im Hause von CRADLE OF FILTH, denen aufgrund ihres Erfolges von der Black Metal-Szene seit Ewigkeiten Ausverkauf und Kommerzialisierung einer brotlos zu seienden Kunst vorgeworfen wird. Das Album ist sehr detailverliebt und äußerst symphonisch, aber zu jeder Zeit bissig, aggressiv und heavy, es offenbart sich als großes Hörspiel mit rasend schnellen Songs. Dani Filths Shouts/Growls halten sich mit seiner unverwechselbar hohen und in den hohen Ebenen immer wieder schwankenden Schreistimme die Waage, so dass das in der Vergangenheit sehr stark strapazierte Organ (weil meist in den hohen Regionen parkend) facettenreich und schlicht bärenstark klingt. Die Produktion von Andy Sneap ist meisterlich, da die Vielschichtigkeit des Albums sehr transparent und organisch wiedergegeben wurde. Wer CRADLE OF FILTH nach ihrem Meisterwerk „Midian“ abgeschrieben hatte, muss nach dem Genuss von „Godspeed On The Devil's Thunder“ einen außerordentlichen Ertrag verbuchen, denn die Engländer waren nur selten besser.

Tracklist:
01. In Grandeur And Frankincense Devilment Stirs
02. Shat Out Of Hell
03. The Death Of Love
04. The 13th Caesar
05. Tiffauges
06. Tragic Kingdom
07. Sweetest Maleficia
08. Honey And Sulphur
09. Midnight Shadows Crawl To Darken Counsel With Life
10. Darkness Incarnate
11. Ten Leagues Beneath Contempt
12. Godspeed On The Devil's Thunder
13. Corpseflower

Alte Kommentare

von Steve 29.10.2008 13:33

blackig, thrashig, deathig

von i am ghost 29.10.2008 14:26

die haben ja voll bei abigail williams geklaut...

von Hurensohn 29.10.2008 18:58

geile platte leute, ohne witz

von Manchmal 30.10.2008 09:32

ist die Welt echt ungerecht! Es sind Langeweiler wie Funeral for a Friend als Tipp und solch ambitionierte Werke wie Cradle nicht

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Clement

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Ich fühle mich zu alt

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