Plattenkritik

Cripper - Antagonist

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Release Date: 22.06.2012
Datum Review: 21.06.2012

Cripper - Antagonist

 

Zwölf Songs lang holen die Hannoveraner CRIPPER auf ihrem dritten Studioalbum zum Rundumschlag aus und walzen alles in Grund und Boden. Nach unzähligen Live-Shows haben sich Frontfrau Britta Görtz und ihre Mannen nun endlich den Nachfolger ihres 2009er Werks „Devil Reveals“ aufgenommen. Er soll den Status, den sich die Norddeutschen im Laufe der Zeit erspielt haben untermauern und beweisen, dass sie nicht nur eine der energetischsten Live-Bands des Landes sind, sondern auch auf Platte wunderbar funktionieren.

Was auf der Bühne jedoch wunderbar funktioniert, hat auf dem Langspieler leider seine kleinen Problemchen. Gerade die schnelleren Nummern des Albums ähneln sich sehr stark und machen es dem Hörer so schwer sie auseinanderzuhalten. Die erfreulichen Farbtupfer dazwischen sind „Totmann“, „Clean“ oder „Another Lesson In Pain“, bei denen die Band das Tempo variiert. Mal schleppend, mal voller Groove, mal relativ vertrackt wissen CRIPPER in diesen Liedern zu überzeugen. Ein weiterer Lichtblick ist das epische „Cocoon“ am Ende des Albums. Hier präsentieren sich CRIPPER verspielt und haben anscheinend alle Melodien in ein Lied gesteckt, die sie sich für die vorherigen Songs gespart haben. Man fragt sich, warum sie beim Großteil der anderen Nummern nicht so melodiös herangegangen sind. Das restliche Material ist zwar nicht schlecht, besitzt aber einfach zu wenig wiedererkennbare Momente. Live werden die Songs allesamt wohl super funktionieren. Dafür haben sie genug Druck und laden dazu ein in den nächstgelegenen Mosh-Pit zu springen.

Wer auf gut gemachten modernen Thrash-Metal steht, ist bei CRIPPER prima aufgehoben. Trotz der Kritik am Wiedererkennungswert der einzelnen Songs hat die Truppe ein ordentliches drittes Album abgeliefert, welches vor Spielfreude und vor intelligenten Texten nur so strotzt – Hier lohnt sich wirklich der Blick ins Booklet.

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Manuel

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Ich schreibe Artikel. Manchmal schlecht, manchmal gut, immer über seltsame Musik.

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