Plattenkritik

Damage Threshold - Four Of A Kind

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Release Date: 01.01.2009
Datum Review: 30.01.2010

Damage Threshold - Four Of A Kind

 

Mal wieder 90er Hardcore . Doch auf dem Cover des Debüts der süddeutschen Band DAMAGE THRESHOLD stehen große Namen: „Mitglieder von RAWSIDE“. Könnte das ganze also doch ganz interessant werden.
Rawside war auf jeden Fall eine maßgebende Band der 90er Jahre. Durch den stets politischen Konsens konnte man sich immer angenehm vom Rest des trinkwütigen Deutschpunkquerschnitts abheben. Vor allem der Hardcoresound mit deutschen Texten, ähnlich wie HAMMERHEAD, konnte überzeugen.

Nachdem Empowerment Ende 2009 mit ehemaligen Mitgliedern der Band ins Rennen gingen, die sich die gleiche Aufgabe wie Rawside stellten, haben sich in Damage Threshold Freunde zusammengefunden die einfach nur eins machen wollen, Musik die sie selbst beeinflusst hat. Laut Aussage der Band selber steht hier nämlich der Spaßfaktor an vorderster Front. In den 6 Songs der E.P hat man sich dem deutschen Hardcore der 90er verschrieben. Textlich wird mit massig Pathos vorangeschritten, das passt jedoch zu den Rykers ähnlichen tiefen Gittarenriffs, so dass man hier nichts vorwerfen kann. Die Frage die sich wieder stellt ist, wer braucht das noch 2010 ? „Four of a Kind“ hätte in dieser Art also auch locker Ende der Neunziger erscheinen können und dort auch einige Freunde gefunden. Aber 2010 kommt alles genau so rüber , wie es sich die Band auch selbst gedacht hat. Es wird den eigenen Lieblingsbands gefrönt und das nicht mal besonders schlecht, weil man durch die gute Produktion einiges wettmachen kann.
Einzig die auf Dauer sehr gewöhnungsbedürftige Stimme des Sängers kann nach einiger Zeit nerven. Schlussendlich ist „Four of a Kind“das Erwartete geworden. Ein Projekt von Freunden, die auf Konzerten einige Leute in Bewegung bringen wollen. In sofern ist die Mission auf jeden Fall erfüllt

Tracklist:
1.Another one
2.Four of a kind
3.The hamster is dead
4.Come on liars
5.Never again
6.Save the best for la

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Fabian W.

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living the simple way

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