Plattenkritik

Deadlock - Manifesto

Redaktions-Rating

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Release Date: 14.11.2008
Datum Review: 21.10.2008

Deadlock - Manifesto

 

DEADLOCK polarisieren, und das nicht zu knapp. Zwischen „Metal-Version von DSDS“ bis „begnadete Band“ ranken sich die Beschreibungen und allein die stilistische Einordnung der Gruppe bereitet manchen Szenepolizisten Schwierigkeiten. Dabei kann doch alles ganz einfach sein, denn DEADLOCK machen nichts anderes als guten, erfrischend abwechslungsreichen Metal.

Zunächst ist bei „Manifesto“ Kritik angebracht, so ist das Coverartwork misslungen und die Idee, THE SISTERS OF MERCYs „Temple Of Love“ zu covern, mit Schnaps herunterzuspülen. Aber das war es dann auch schon, denn ansonsten wird „Manifesto“ von Klassesongs und allerhand Einfallsreichtum bestimmt. Musikalisch startet „Manifesto“ (es handelt sich um ein ethisches Konzeptalbum mit textlichen Inhalten über die Vernichtungsmaschinerie, die wir Menschen hier auf Erden kreiert haben) mit einem Techno-Intro, dessen Beat in den brachialen Opener „Martyr To Science“ mündet. Und von Anfang an zündet der Melodic Death Metal der seit 1997 bestehenden Band und besticht durch das Wechselspiel zweier Stimmen sowie dem Zusammenspiel von knallharten Gitarrenwänden und teils bombastischen Keyboards. Die Gitarrenabteilung der Band kann streckenweise durch starke Riffs und technisch äußerst raffinierten Soli brillieren. Weiter verfeinert wurden die Sound-Spielereien, hier erklingen Technobeats, ein Jazzsaxophon und mit „Deathrace“ ein HipHop-Zwischenspiel. Weiter ausgebaut wurden die poppigen, zuckersüßen Hooklines, vorgetragen von Sängerin Sabine Weniger (weniger ist halt manchmal doch mehr!), die dieses Album mit ihrer hellen, hohen Stimme dominiert. Sabine ist aus dieser Band einfach nicht mehr wegzudenken und gespannt darf darauf gewartet werden, wann die Teublitzerin die alleinigen Gesangsparts übernimmt. Als Gegenpol versucht Sänger Johannes Prem, sich mit seinen Growls/Shouts in Szene zu setzen; ihm fehlt aber dazu die nötige Klasse und seine stimmlichen Fähigkeiten scheinen dem wachsenden Songwriting nicht folgen zu können. Deutlich wird dies vor allem in „Altruism”, denn hier duellieren sich beide Sänger in Reinkultur. „Manifesto“ ist noch explosiver als die vorherigen Alben ausgefallen, auf der anderen Seite ist es das mit Abstand eingängigste Album geworden. Aber das Verschmelzen dieser Tatsache und das Zusammenführen der diversen Soundspielereien zu einem homogenen Werk ist DEADLOCK auf „Manifesto“ äußerst gut gelungen.

Alle, die auf der Suche nach aus der Masse herausragenden, identifizierbaren modernen Metalbands sind, dürfen sich mit einem zufriedenen Lächeln zurücklehnen.

Tracklist:
1. The Moribund Choir vs. The Trumpets Of Armageddon
2. Martyr To Science
3. Slaughter’s Palace
4. The Brave / Agony Applause
5. Deathrace
6. Fire At Will
7. Seal Slayer
8. Manifesto
9. Dying Breed
10. Altruism
11. Temple Of Love

Alte Kommentare

von polloi 21.10.2008 15:44

metal version von dsds?? warum? Was heißt Mislungenes Cover? Ist der Druck scheiße oder was?

von Michael 21.10.2008 17:28

Also ich bin dafür, dass Deadlock hier jetzt endlich mal einen CD Tipp bekommen!

von bucko 21.10.2008 17:53

Ich mag Deadlock. Ich mochte alle vorherigen Alben. Manifesto finde ich grundsätzlich nicht schlecht. Aber meiner Meinung habens die lustigen Deadlock-Jungs diesmal ein wenig übertrieben mit dem "Sich-Selbst-Nicht-Ernst-Nehmen". Das ganze Album ist mir zu wenig Album als vielmehr eine Aneinanderreihung von mehr oder weniger guten Songs (auf Wolves-Niveau, aber nichts neues bis auf eine weitere kleine spieltechnische Steigerung) zwischen denen ständig irgendwelche Interludes, dieses Mal für mich auch Sabines Solo Song und Späße wie die Hip-Hop-Einlage oder das Saxophon stören. Am Schluss dann auch noch das lustige "Temple of Love"-Cover. Ich find das ja auch beim ersten Hören alles lustig und zum Schmunzeln. Nur insgesamt, glaube ich, tun Deadlock sich und ihrem Album damit keinen Gefallen. Dann schon lieber so ernsthafte Einlagen, wie die des Scar Symmetry Sängers (das ist er doch, oder?) Natürlich sind einige Songs echt spitze und Sabines Gesang und die Produktion noch professioneller(wobei ich glaube, dass ersterer einem irgendwann mal auf die Nerven gehen könnte) als bei Wolves, aber das Gesamtpaket sagt mir einfach dieses Mal nicht zu. Außerdem wirft das noch weiter zunehmende Gitarrengeprolle (was ja grundsätzlich geil ist :-)) die Frage auf, wie sie das live umsetzen wollen. War auf den letzten beiden Wolves-Shows, die ich gesehen hatte, schon jedes mal grenzwertig und schade, dass auf vieles verzichtet werden musste und vieles einfach auch nicht gut gespielt wurde. Das liegt aber wohl wiederum auch daran, dass meines Wissens nach der eine Gitarrist alles alleine produziert...

von fred 21.10.2008 18:07

"weniger ist halt doch manchmal mehr"" oh mann^^. ist die frau mit dem namen nicht schon genug gestraft. ist ja schon fast so wie dieser torwart der Nicht heist

von Ashcore 21.10.2008 18:52

Waaas ist den an dem Cover misslungen? Nimmt mich jetzt aber wunder. Ins Album muss ich mich noch reinhören, der Rap-Part ist allerdings wahrlich schlecht in den Song eingefügt, alleinstehend wäre er ziemlich geil.

von Killswitch Engage 21.10.2008 19:33

Super Album, gerfällt mir von vorne bis hinten (sogar den Hip-Hop kann man sich halbwegs anhören). Herrausragend ist aber zweifelsfrei der Song "Dying Breed" mit Gastsänger Christian Alvestam (Ex Scar Symmetry, hat bucko schon richtig rausgehört ;) ). Wirklich schade, dass dieses Gesangsgenie nicht mehr bei Scar Symmetry singt. Mal schauen, wie es mit den beiden Nachfolgern wird.

von Hurensohn 21.10.2008 20:55

jop, gute platte find das cover auch recht hübsch 8/10

von taschenmumu 22.10.2008 02:01

ich will doch nicht hoffen, dass die growls irgendwann unter den tisch fallen. find das wechselspiel nämlich nach wie vor dufte. sollte es mal so kommen empfehle ich, was auch bei Fear My Thoughts passed wäre, einen neuen Bandnamen!

von Ollo 22.10.2008 12:23

jetz mal doch mal nicht die wand an den teufel. gute cd mit netten gewagten ausflügen. nix für puristen :) sabines parts fand ich auf wolves aber n stück besser platziert und ausgearbeitet. 07/10

von TOM 22.10.2008 12:35

jo,ich vermisse hier auch etwas den hitcharakter ala Code of honour

von BGEJS 22.10.2008 14:23

@TOM naja, also "The Brave / Agony Applause" find ich ich jetzt definitiv hitverdächtig. Ändert trotzdem nichts daran, dass mir das Album insgesamt lange nicht so gut gefällt wie Wolves...

von Rick 22.10.2008 17:58

Definitiv mal was anderes und alleine dafür mag ich die Platte schon. Ich kann diese ganzen 08/15 Melodeath/Metalcore Bands einfach nicht mehr hören. Wenn man dann auf der Suche nach was Neuem ist, kann diese CD auf jeden Fall Punkten. Gerade die eingearbeiteten Techno/Hip Hop und Jazzparts finde ich geil. 8/10 Punkten für eine Band die zunehmend an Profil gewinnt!

von Skee 24.10.2008 21:13

Ja, sehe ich auch so. Definitiv nixxx für Puristen und die Szenepolizei aber für meine experimentierfreudigen Ohren :) 8/10

von Matze 02.11.2008 00:08

extrem schlecht

von Killswitch Engage 02.11.2008 01:25

Extrem gut ! :P

von niffi 02.11.2008 10:47

Dieses Album ist schlichtweg wahnsinn! Eine gehörige Portion Abwechslung und Einfallsreichtum weit ab vom sonst immer Typischen. Und vorallem klingt es zu jeder zeit genial integriert und nicht aufgesetzt! Ich kanns nur jedem empfehlen, der mehr will als stupiden hämmernden Metal!!!

von Drogi 02.11.2008 21:04

Dieses Album ist schlichtweg Schwachsinn! Eine gehörige Portion Trendreiterei und Teenagergejammer weit ab vom Erträglichen. Und vor allem klingt es zu jeder Zeit ätzend weinerlich wie der hohlste Emo. Ich kanns nur jedem empfehlen, der mal wieder so richtig ritzen will!!!

von niffi 03.11.2008 08:46

oder so

von Sam 03.11.2008 22:43

Ich find`s geil! Und wer immer und immer wieder den selben truen Metal oder real Hardcore hören will soll`s tun. Das hier ist mal ne willkommene Abwechslung zum öden Einheitsbrei!

von Chris 03.11.2008 22:51

SoilworkDigitalismWuTangBorgir Vieler meiner Lieblingsbands zusammen auf einem Album, der neuen Deadlock!!!!

von The Endy 04.11.2008 09:36

Gefällt mir auch gut ! Klasse abwechslungsreiche Scheibe... Der Brüllernie kommt zwar nicht mehr mit der Qualität der Mucke und vorallem dem weiblichen Gesang mit, aber ansonsten ein wuchtiger Arschtritt.

von tux86 04.11.2008 12:56

Nicht übel, gaaar nicht übel. Die 8 Skulls sind verdient.

von Benski 09.11.2008 17:11

Wer ist denn da bei Deathrace am Mikrofon? Das sind doch nicht die Deadlock Jungs? Welche Rapper haben die denn da aus der Bronx geholt? Die sind ja richtig gut!

von mikefize 09.11.2008 18:13

das sind die hitfarmers aus münchen http://www.myspace.com/hitfarmers

von Nochwas... 11.11.2008 17:19

... diese Hitfarmers haben jetzt auch nen exklusiven Remix von dem Death Race Track für PETA gemacht. Gibt`s als Gratis Download auf www.peta2.de/deathrace

von Rumpel 14.11.2008 15:15

Fire at will.. stärkster song... das Saxophon hat bei mir Gänsehaut ausgelöst.. ganz riesig!

von The Endy 24.08.2009 09:41

...fette Scheibe !!! In Sachen Einfallsreichtum auf jeden Fall ganz weit vorne! Ich finds einfach nur filigran und abwechslunsgreich.Auch fehlt mir nullstens die Ersnthaftigkeit... Die Shouts sind relativ verwechselbar und stinken nicht nur gegen die Qualität der Songs ab, auch gegen die allgemeine Genrekonkurrenz. Ansonsten aber sicherlich eines der Top Albem aus Djörmenie

von Julian123 29.01.2013 20:40

ich finde das album ist nicht gut gelungen..die techno beats oberpeinlich..die zusammenstellung der lieder auch nicht besonders..es fehlen gute songstrukturen..deadlock hat so viel talent..Alben wie The Arrival, Earth Revolt und Wolves der oberburner..Spielt hardcore mit metal und kein techno..

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Clement

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Ich fühle mich zu alt

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