Plattenkritik

Dear And The Headlights - Small Steps, Heavy Hooves

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Release Date: 23.02.2007
Datum Review: 01.02.2007

Dear And The Headlights - Small Steps, Heavy Hooves

 

Wenn Equal Vision ein neues Release am Start hat, kann man ja prinzipiell bedenkenlos zugreifen. Als ich das Debüt von DEAR AND THE HEADLIGHTS aus Phoenix, Arizona jedoch zum rotieren im heimischen CD Player brachte, war ich doch anfangs recht verwundert. Ich hätte ja bei dem Bandnamen etwas Avantgardistisches erwartet, aber da lag ich ziemlich falsch. Erstaunlich ruhig und entspannt präsentiert sich der Longplayer namens "Small Steps, Heavy Hooves" und weiß doch zu überzeugen.

Gerade einmal ein Jahr nachdem man offiziell zu einer Band wurde hat man seinen ersten Longplayer fertig und betört die Zuhörerschaft zwischen akustischen Folk-Einflüssen und amtlichen Indierock. Charmant und elegant verwebt man schmeichelnde Pianoklänge in den handgeknüpften akustischen Teppich, der erdig und organisch zu überzeugen weiß. DEAR AND THE HEADLIGHTS finden den richtigen Weg zwischen Minimalismus und pompösen Overstatement und machen dabei stets eine gute Figur. Ein Opener wie "Oh No!" ist charakteristisch für den Sound der Band und beginnt angenehm akustisch, bevor man den Verstärker gefühlvoll aufdreht und den Klangteppich ausrollt. Nicht zu poppig, nicht zu rockig aber stets eingängig und mit einem gewissen Emoeinschlag, ohne dass die Gehörgänge zugekleistert werden, kann man hier dreizehn schönen Songs lauschen. DEAR AND THE HEADLIGHTS sorgen nicht für den schnellen Adrenalinkick und begeistern sicherlich nicht die Trendjunkies da draußen, die Band poppt und rockt sich jedoch gepflegt durch die Hintertür um so zu einer langlebigen Dekoration direkt neben dem CD Player zu avancieren.

Tracks:
1. Oh No!
2. Sweet Talk
3. Hallelujah
4. Happy In Love
5. I'm Bored, You're Amorous
6. Grace
7. It's Gettin' Easy
8. Paper Bag
9. Skinned Knees & Gapped Teeth
10. Run in the Front
11. Mother Make Me Golden
12. I Just Do
13. Midwestern Dirt

Line-Up:
Ian Metzger (vocals, guitar)
Joel Marquard (vocals, guitar, keys)
Chuckie Duff (bass, keys)
PJ Waxman (vocals, guitar)
Mark Kulvinskas (drums)

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Torben

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Allschools Chef

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