Plattenkritik

Dear Landlord - Dream Homes

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Release Date: 30.06.2009
Datum Review: 26.06.2009

Dear Landlord - Dream Homes

 


Wenn der liebe Vermieter mit dem vermeintlichen Traumhaus…DEAR LANDLORD betrachten die Sonnenseite des Lebens durch Whiskeyflaschen. Da letztere bereits halb leer gesoffen sind, brennt es immer noch ein bisschen in den Augen.

Pittoresker Altbau, Soutterain, hippes Loft, Maisonette, oder abgeranzter Trailerpark? „What does your dream home look like?“, fragen die Vermieterliebhaber von DEAR LANDLORD jedenfalls direkt im Opener. Und geben sich im gleichen Atemzug melodieverliebt selbst die Antwort auf die Frage: „I live in hell…“. Also wohl doch der Trailerpark. Interessant ist natürlich immer, wie man damit umgeht. DEAR LANDLORDs Lösung: Schnodderig-melodische (Pop-)Punk-Songs als Katharsis. Ecken und Kanten inklusive. Der unbedingte Vorwärtsdrall und stoische Beat von OFF WITH THEIR HEADS (mit denen sich DEAR LANDLORD auch ein Bandmitglied und den Aufnahmeleiter teilen), kombiniert mit dem Harmoniebedürfnis alter Fat Wreck-Heroen kreieren schlicht-kraftvolle Hymnen für Habenichtse. Ein wenig Ari Katz-Timbre ist auch dabei. Basisdemokratisch wie man es sich in diesem Genre wünscht, gibt es gleich drei Sänger, kein boy-meets-girl-Blabla und auch keine Tittenautogrammstunde auf der nächsten Vans Warped Tour (hoffentlich…). Natürlich machen es sich DEAR LANDLORD mit ihren zwingenden, in jedermanns Ohr gehenden Songs und an Onkel Charlie Bukowski geschulten Lyrik nicht wirklich schwer. 'High Fives', 'Lake Ontario' , 'Three To The Beach' und vor allem 'A World That We Never Made' sind auf dem Feld des schnell gespielten Popsongs für Underdogs allerdings ganz vorne mit dabei. Wer hier etwas Neues erwartet, der soll sich die letzte Staffel „Meet The Barkers“ illegal aus dem Netz ziehen. Oder zu "Calculating Infinity" und "Jane Doe" Luftschlagzeug spielen. „The fucking joke is, we’re winning when you blink…“

Tracklist:

01: I Live In Hell
02: Rosa
03: High Fives
04: Lake Ontario
05: Landlocked
06: Doormat
07: Three To The Beach
08: Park Bench
09: Goodbye To Oakland
10: Last Time I Checked
11: Whiskey And Records
12: Lost Cause
13: Begging For Tips
14: A World That We Never Made

Alte Kommentare

von Töbsen 21.07.2009 00:10

Super Review zu einer großartigen Platte. Mein Kid Dynamite Ersatz 2009.

von Horn 24.07.2009 23:05

man ist die guuuuuuuuuuuuuut

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René

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