Plattenkritik

Debauchery - Rockers And War

Redaktions-Rating

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Release Date: 03.04.2009
Datum Review: 08.03.2009

Debauchery - Rockers And War

 

Ideen braucht das Land! Was mittlerweile zu einer Floskel verkommen ist haben DEBAUCHERY, the Death Metal Warmachine aus Stuttgart, verinnerlicht. Auf der Webseite der Band konnten die Fans 2008 abstimmen, ob sie auf dem neuen Album lieber die langsamen und groovigen Songs, die brutalen und schnellen Songs, oder wie bislang einen Mix aus beiden Sachen auf der neuen Scheibe haben wollten. 45 Prozent der Abstimmenden bestimmten, das der "Back in Blood" Nachfolger „Rockers And War“ Rock und Brutal Death Metal gleichermaßen vereinen muss. Somit besteht das Album aus Part I: "The Debauchery part: WAR" und Part II: "The Blood God part: ROCKERS".

Part I gibt die brutale Seite DEBAUCHERYs wieder, ist somit gespickt mit Blastparts und Double Bässen. DEBAUCHERY haben allerdings nicht nur auf stumpf gesetzt, sondern sich allerhand für die Fesselung des Hörers einfallen lassen. Vor allem die Synthesizer Teppiche, die ein orchestrales Feeling versprühen, machen die ansonsten zelebrierte old school Affinität zum Hinhörer. Auch orientalische Songeinleitungen, die durch brachiales Geknüppel abgelöst werden, zeichnen ein gutes Bild der als ziemlich einseitig gestarteten Band DEBAUCHERY anno 2009. Dynamisch trifft am besten das Wechselspiel zwischen schierer Raserei und bangtauglichem Midtempo. Natürlich kommen auch hier melodische Refrains und harmonische Leads nicht zu kurz, eingebettet sind sie allerdings in Schwarzwurzelgräbern (DIMMU BORGIR Alben sollten einmal auf 78 abgespielt werden, um die Vehemenz zu erahnen) und Todesmetallkluften (originärer Death Metal ohne Frickellei, sondern nur auf die Kauleiste), auf denen SLAYER (in schnell, in sehr schnell) geritzt wurde.

Part II enthält die Hard Rock Stampfer, die vor allem AC/DC nacheifern und mit Death Metal Growls und Shouts wiedergegeben werden. Hier fällt sofort die Ähnlichkeit zu SIX FEET UNDER auf, zumal das Grunzen auch von Chris Barnes hätte stammen können. Part II hat vor allem Groove und Mitgrölrefrains gepachtet und gibt endlich auch einmal Death Metal Maniacs auf Partys im Freundeskreis die Gelegenheit, Songs aus dem eigenem Regal (und nicht aus dem Fach der Freundin/Frau!) vorzuspielen, ohne gleich als fürchterlicher Assi beschimpft zu werden.

Wem welcher Part besser mundet ist Ansichtssache, die Faszinität erblüht vollends aus dem Zusammenspiel beider Albumabschnitte. DEBAUCHERY muss attestiert werden, dass sie viel mehr sind als SIX FEET UNDER auf Speed und gerade Part I zeigt die Deutschen von ihrer abwechslungsreichsten, brutalsten, kräftigsten und bisher besten Seite.

Alles was am Körper hochgehalten werden kann, wird hiermit für „Rockers And War“ hochgehalten!!

Tracklist:

Part I:
There Is Only War
Primordial Annihilator
Honour And Courage
Killing Ground
Savage Mortician

Part II:
3 Riff Hit
New Rock
Hammer Of the Blood God
Demon Lady
I'm A Rocker

Alte Kommentare

von lasta 09.03.2009 09:05

viel zu gut bewertet!

von sikfuk 09.03.2009 13:04

Diese Band ist sowas von überflüssig und ein Schlag ins Gesicht jeder hart an sich arbeitenden Newcomerband! Selbst mit einem Augenzwinkern lässt sich diese Gülle nicht rechtfertigen.

von Renö, der frische Franzose 12.03.2009 22:05

Seh ich auch so. Überflüssig wie ein Kropf. Diese Art von Death Metal war Anfang der 90´er schon öde.

von Skepticker 01.04.2009 15:14

die neue Platte ist aber anders... hab nen Trailer gesehen und Songs auf myspace gehört. Sehr gut

von Ganz wichtig! 01.04.2009 15:17

1. hören 2. denken 3. schreiben das wichtigste ist und bleibt aber die nummer 1.

von danke 06.01.2011 03:20

so isset

von @ Ganz wichtig! 06.01.2011 07:01

Allerdings hast Du Punkt 4 vergessen: Manchmal sollte man auch die Fresse halten können! Is mindestens so wichtig wie Punkt 1

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Clement

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Ich fühle mich zu alt

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