Plattenkritik

Decline Of The I - Inhibtion

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Release Date: 24.09.2012
Datum Review: 08.01.2013

Decline Of The I - Inhibtion

 

Zwar kommen mit DEATHSPELL OMEGA, MERRIMACK oder BLUT AUS NORD einige wirklich interessante Black Metal Bands aus Frankreich, ein allgemeines Gütesiegel kann man unserem Nachbarland in Sachen Black-Metal-Export jedoch nicht aussprechen, wie Gruppen wie DECLINE OF THE I beweisen. Dies ist zwar das Soloprojekt des MERRIMACK-Gitarristen A.K. so richtig zünden mag das auf dem ersten Album „Inhibition“ vorgetragene Material jedoch nicht. Nach eigenen Aussagen spielen DECLINE OF THE I „Post-Black-Metal“, was im Endeffekt heißt, dass sie sich nicht komplett auf die traditionelle Vortragsweise verlassen, sondern ihre Musik mit allerlei genrefremden Elementen anreichern. Was theoretisch interessant klingt, verliert spätestens beim Hören seinen Reiz. Die Black-Metal-Passagen klingen zu beliebig und altbekannt, die Einschübe aus anderen Bereichen wirken oft fremdartig und unpassend. Die Mittelteile von „The Other Rat“ und „Static Involution“ zum Beispiel, in denen mit allerlei Soundeffekten experimentiert wird und durch diesen Stilmix nicht so recht Atmosphäre aufkommen mag. Ein weiteres Beispiel für eine gute Idee, die mehr schlecht als recht umgesetzt wurde ist „Mother And Whore“. Hier versucht sich am Anfang an einem Ambient-/ Dark-Wave-Song, gleitet dann immer weiter in Richtung Black Metal ab um sich dann schließlich in Beliebigkeit zu verlieren.
DECLINE OF THE I präsentieren mit „Inhibtion“ den ersten Teil einer Triologie. Es bleibt zu hoffen, dass die Franzosen auf den kommenden beiden Alben etwas fokussierter zu Werke gehen. Gute Ideen sind ohne Frage vorhanden, auf dem Debütalbum werden diese zumeist nur an den falschen Stellen ausgepackt.


Tracklist:
01. Où se trouve la mort?
02. The End Of A Sub-Elitist Addiction
03. Art Or Cancer?
04. The Other Rat
05. Mother And Whore
06. Static Involution
07. L'indécision d'être
08. Keeping The Structure

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Manuel

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Ich schreibe Artikel. Manchmal schlecht, manchmal gut, immer über seltsame Musik.

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