Plattenkritik

Defy The Laws of Tradition - Till Death Us Apart

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Release Date: 01.01.2009
Datum Review: 31.07.2009

Defy The Laws of Tradition - Till Death Us Apart

 

Endlich wieder guter Metalcore? Defy The Laws Of Tradition überraschen durch ein Fulllenght-Debüt, welches vor allem durch Facettenreichtum und Ambitionen hervorsticht. Von letzteren sind es vielleicht etwas viele, aber gut…

Das ewig leidige Thema Metalcore. Und genau so wie man als Rezendent nicht Müde wird, auf das Drama dieser Stagnation hinzuweisen, so schaffen es doch monatlich unzählige Ableger dieser Gangart in die Fanzines dieser Welt. Dass Defy The Laws Of Tradition es schaffen, aus dieser Masse hervorzustechen, obgleich auch sie – und das sei vorab gesagt – nicht das Rad völlig neuerfinden -, hat verschiedene Gründe. Da wäre an erster Stelle Schreihals Nico. Na gut, die Stimmlage kennen wir von den (übrigens ziemlich verkannten) Embrace The End. Aber zum einen scheint dieser Typus noch ziemlich unverbraucht; zum anderen hat er aber auch ein Repertoire zu bieten, welches schon fast in amerikanische Alternative-Rock-Gefielde mündet. Das hat natürlich Einfluss auf die Songs; nur warten diese nicht a la Killswitch Engage einfach auf den Refrain, sondern wenden ihn da an, wo es gerade passt. Das ist natürlich auch nichts neues, klappt aber auf dem vielseitig arrangierten „Till Death Us Part“ (Deicide, anyone?) erstaunlich gut.

Was für mich dieses Album im Gegensatz zu all den anderen belanglosen Ablegern dieses Genres so besonders gemacht hat ist, dass tatsächlich letztendlich wirklich viel hängen geblieben ist. Da wäre zum Beispiel „Progress And Decay“, mit wirklich schöner, atmosphärischer Melodie und gutgesetztem Cleangesang wie Gangshouts. Zugegeben: Dann sind dann auch so Nummern wie „Black Tears Of Sorrow“, die das Gefühl nicht abschütteln können, man hätte das Ganze schon mal irgendwie irgendwo gehört. Grundsätzlich muss aber sagen, dass „Till Death Us Part“ durchweg auf konsant solidem Niveau fungiert und gerade als Album überzeugt.

Apropos: Dass Defy The Laws Of Tradition eine Albumband sind, merkt man ihnen vielleicht doch etwas (zu?) sehr an, füllt man die Nummern hier doch mit reichlich Bombast und zuteilen Pathos und spannt auch in Sachen Albumlänge den Boden etwas weit an. Inwiefern dies ihnen Vorzuwerfen ist, bleibt dem Hörer selbst überlassen. Letztendlich darf man bei diesem Debüt aber – Bombast hin oder her – von einem guten sprechen.

1. Intro
2. Sirens
3. My Last Mistake
4. Flatline
5. Black Tears of Sorrow
6. Good Mourning
7. A Promise To Be Kept
8. Progress And Decay
9. Till Death Us Part
10. Irreversible
11. This Ain’t Over
12. Epilogue

Alte Kommentare

von wlöm 02.08.2009 18:09

am 23. oktober übrigens zusammen mit final prayer auf dem metalfest in friedewald

von Uwe 12.08.2009 17:36

Ja der Rezie kann ich nur zustimmen is echt gelungen die Scheibe und da die Jungs aus Nürnberg sind (wie meine wenigkeit auch) hab ich sie auch schon Live gesehen echt geil aber Am besten jeder macht sich selber ein Bild davon. Neben dem Metalfest zoggen die Burschen ja auch bei Wacken Rocks South und in Ingolstadt mit Fist Blood :)

von Alex // Allschools 12.08.2009 17:38

@ Uwe Zum Schluss noch nen hübschen Freudschen Versprecher was ;)

von Uwe 14.08.2009 18:06

Klar *g*

von Daharka 15.08.2009 19:48

mh, wo kriegt man das album denn her, also legal? Die myspace songs (insbesondere mylast mistake) sind stark...

von Timo 15.08.2009 23:21

ich würde die einfach mal anschreiben auf Myspace. Werd mir die Band auf Jeden Fall live ansehen im Paradox wenn se mit (obacht Uwe) Fi(r)st Blood spielen sorry aber der musste sein :)

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Olivier H.

Autoren Bio

"They said, Do you believe in life after death? I said I believe in life after birth" - Cursed

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