Plattenkritik

Deicide - Till Death Do Us Apart

Redaktions-Rating

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Release Date: 28.04.2008
Datum Review: 22.04.2008

Deicide - Till Death Do Us Apart

 

Eine der Bands, die den Death Metal geprägt haben und auch heute noch existieren, lässt ein neues Schlachtschiff zu Wasser. Die Erwartungshaltung der Extremmetalgemeinde ist groß, denn DEICIDE verloren in der jüngsten Vergangenheit Einiges an Reputation (vor allem die Europatour ohne den Frontmann/Basser Glen Benton stieß sauer auf, und das vollkommen zu recht!!). Somit kann nur ein sehr starkes Album den verlorenen Boden wieder gut machen.

DEICIDE kommen mit "Till Death Do Us Apart" nicht an ihre frühen Meilensteine heran. Aber sie zeigen mit ihrem neuen Album, dass sie nach wie vor eine Ausnahmestellung im US Death Metal genießen. DEICIDE stehen auch heutzutage für extreme Brutalität, die durch derbe Midtempoparts als auch durch völlig losgelöstes Highspeed Geknüppel gekennzeichnet ist, Glen Bentons abartig tiefes (und auch monotones) Growling, ein Tier namens Steve Asheim hinter den Kesseln und zehn ausnahmslos starke Songs. Aber herausragend sind auf diesem Album die Gitarrensalven von Jack Owen (ehemals CANNIBAL CORPSE) und Ralph Santolla. Die Beiden lassen ein Wahnsinnsriff nach dem anderen auf den am Boden liegenden Hörer niedergehen und zertreten ihn mit ihren Solis. Wahnsinn! Endlich scheint sich die Band nach dem Weggang (Rausschmiss...) der Hoffmann-Brüder gefunden zu haben und präsentiert sich auf "Till Death Do Us Apart" stark wie selten zuvor. Zumal DEICIDE wieder mehr Wert auf eingängigere, teils melodische Songstrukturen legen und diese sehr extrem und düster vortragen.

Mit diesem überraschend starken Album im Rücken müssen DEICIDE jetzt noch nach Europa kommen, dann wären die letzten Patzer inklusive das letzte, ach was, die letzten Alben vergessen. Am Besten zusammen mit ORIGIN, denn dann wären zwei Bands mit den wohl zur Zeit besten Death Metal Alben am Start.

Tracklist:
1. The Beginning of the End
2. Till Death Do Us Part
3. Hate Of All Hatreds
4. In The Eyes Of God
5. Worthless Misery
6. Severed Ties
7. Not As Long As We Both Shall Live
8. Angel Of Agony
9. Horror In The Halls Of Stone
10. The End Of The Beginning

Alte Kommentare

von Ich 23.04.2008 09:55

Okayes review das man so stehen lassen kann.Leider hast du die Vorgängerplatte "The stench of redemption" völlig aussen vor gelassen....denn das war der Neubeginn von Deicide.

von Clement 23.04.2008 15:13

Nein, das habe ich nicht, denn die fand ich unausgegoren (genauso wie CC mit Vile). Erst mit diesem Album ist DEICIDE neu geboren (finde ich jedenfalls)...

von Ich 24.04.2008 09:59

Mit der CC stimme ich dir völlig zu.CC wurden ab der Vile auch für mich uninteressant,da ich mit dem Gesang vom Corpsegrinder,im Gegensatz zu den Monstrosity Zeiten,hier nichts anfangen kann.CC war eben Chris Barnes.Ich denke an der "Stench of redemption scheiden sich die Geister.Da ich sehr auf Solis stehe,liebe ich diese Platte natürlich,deine Meinung kann ich aber auch nachvollziehen.Sollte auch nicht bös gemeint sein. Lg

von Clement 25.04.2008 07:28

Das habe ich auch nicht so aufgefasst, Lg zurück

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