Plattenkritik

Die Traktor - Debut

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Release Date: 26.12.2007
Datum Review: 22.02.2008

Die Traktor - Debut

 

Hach waren das Zeiten. Sich mit 11 wie ein junger, wilder, freier Punk fühlen. Die Toten Hosen und/oder Die Ärzte als Idole. Angepisst von Eltern, Schule und was man damals noch alles so doof fand. Zwischen Captain Jack und anderen Tröten aus der damaligen Zeit standen also vielleicht die „Opel-Gang“ und/oder „Ist das alles“ und man wollte Rebell sein. Die Hosen wurden natürlich höchstens zu Karneval zerrissen getragen und die Haare waren wirklich höchstens an Karneval mal gefärbt. Bands wie JBO verstand man damals auch noch nicht so recht also bleibt man beim normalen Punkrock.

Jetzt, quasi mehr als 9 Jahre weiter bekomm ich also das „Debut“ von Die Traktor. Mir eine völlig unbekannte Band, wenn man sich den Pressetext dann allerdings durchliest, liest man folgendes: „Irgendwie kurios, irgendwie anders aber irgendwie auch richtig gut“. Die Traktor machen Punkrock für den sich heute nicht mehr viele Leute interessieren. Was ja nicht heißt das die Musik vielleicht schlecht ist. Leider langweilt sie aber gehörig und erinnert einfach zu sehr an eine Mischung aus Abwärts und den alten Hosen/Ärzten. Wo Abwärts allerdings stets im Untergrund waren und auch wirklich gute Musik schrieben scheinen Die Traktor einfach nur langweilen zu wollen. Auch wenn die Stimme manchmal an JBO erinnert, der Sound an Abwärts und insgesamt alles ein wenig selbstständig klingen soll hört sich das eher wie eine Kopie der guten alten Tage an, was man auch am völlig überflüssigen Cover des NDW Gassenhauers „Tretboot in Seenot“ merkt.

Tracks:
01. du
02. das projekt
03. ich sage ja
04. exil
05. linksrotation
06. der beste freund
07. geisterbahn
08. was wir hör’n woll’n
09. was macht eigentlich.. ?
10. cabrio
11. nur mit dir
12. tretboot in seenot
13. mein leben
14. 70/30
15. outro [klabautermann]

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Raphael

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