Plattenkritik

Division Of Laura Lee - Violence is Timeless

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Release Date: 22.05.2009
Datum Review: 17.04.2009

Division Of Laura Lee - Violence is Timeless

 

Auf "Violence is Timeless", dem Fünften Album von DIVISION OF LAURA LEE, dreht sich die Band in rasantem Tempo im Kreis. Immer und Immer wieder. Und dann, im Entscheidenden Moment, da fängt sie sich. Ebenso rasant wie sie sich zuvor noch um die eigene Achse bewegte.

Ein bisschen ist diese Platte mit einer japanischen TV-Spielshow zu vergleichen die ursprünglich mal zur Eroberung einer Burg eines gewissen Takeshi galt. Inzwischen wurde auch dieser Schmarn neu aufgelegt und etwas umgemodelt. Das ganze ist nun nur noch auf Geldpreise runtergestuft und bietet einen Moderator unterster Klasse und einen ehemaligen Fußball-Kommentator. Diese beiden zeigen sich gegenseitig, wie dämlich und unlustig der Mensch doch sein kann. Natürlich ohne die japanische Original-Schlacht am Ende mit billigen Laser-Panzern. Die beiden Moderatoren dokumentieren die sensationellen Flüge diverser Kandidaten die sich freiwillig zur Prime-Time ihre Körper grün und blau fallen. In einer Ausgabe werden die Freiwilligen an ein Karussell gespannt und solange gedreht bis sie jegliche Koordination verloren haben. Sie wanken los und legen sich im Idealfall total auf die Mütze. Saulustig.

Wie ich darauf komme? Der Platte von DIVISION OF LAURA LEE geht es nicht anders. Die Vier scheinen sich immer und immer wieder um die eigene Achse, bestehend aus Trendy-Indie a la THE SUBWAYS und einer Prise Düster-Ästhetik, zu drehen und verlieren so jeglichen Sinn für die Eigenständigkeit. Und ganz plötzlich gibt es einen Befreiungsschlag. Plötzlich zünden die Melodien, plötzlich rockt das Riff und plötzlich hört man auch mal genauer bei den Lyrics hin. Songs wie das Titelstück oder das grandiose "Blank Love Poetry" erscheinen in ganz anderem Licht und gerade in letzt genanntem Song findet man einen erstklassigen Ohrwurm.

Das Manko, welches sich bei allen Schwindelanfällen aber ergibt ist, dass trotz der späten Bekehrung wenig hängen bleibt. Zwar kann der Refrain von "Blank Love Poetry" alles, ist fesselnd, spannend und melodisch, jedoch eben nur EIN Refrain unter 12 GANZEN Songs. Da hilft auch die Produktion von SOUNDTRACK OF OUR LIVES Bassisten Kalle Gustaffson nicht mehr viel. Ein Gutes Album, welches spätestens dann vergessen ist wenn man die CD wechselt. Schade eigentlich.

Tracklist:

1. Caress/Hotnights
2. Lax
3. Violence is Timeless
4. silver Ghost
5. Evil Out of Me
6. Anytime. Anywhere
7. Central Park
8. Pirates
9. Martin
10. 3 Guitars
11. Blank Love Poetry
12. Do You Love Me

Alte Kommentare

von Mario 19.04.2009 22:09

Wow, cooler Vergleich :-D

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Raphael

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