Plattenkritik

Dogs - Tall Stories From Under The Table

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Release Date: 06.07.2007
Datum Review: 16.06.2007

Dogs - Tall Stories From Under The Table

 

Das zweite Album der DOGS, oder um es besser auszudrücken: Fressen oder gefressen werden. Nach Labelwechsel von Major zu Indie heißt es: Jetzt oder nie. Ruhm oder Pub.

Das Jahr 2005 war sicherlich eine der Sternstunden in der Geschichte britischer Rock/Pop Musik. Und wenn man auch lange über das ständige Herumreiten auf den 80ern von BLOC PARTY, RAZORLIGHT, FRANZ FERDINAND und vieler weiterer �The� Bands meckern könnte, ging das Konzept auf. Großbritannien ist so präsent, dass schon vielerorts der Tod und Sell-Out des Indie-Rocks von der Kanzel gepredigt wird. Dabei kann das eine so schlechte Sache nicht sein, dass zumindest junge Bands aus England nun einen Teil vom großen Kuchen abkriegen. Letztendlich kann sich das so schnell wieder ändern, wie es aufgekommen ist.

Die DOGS aus Camden gehören neben den RAKES und den PADDINGTONS zu einigen der größten Verlierer des Hypes, zu denen, die den Kuchen höchstens in der Auslage der örtlichen Konditorei gesehen haben. Trotz Major Vertrag beim ging Debüt-Album �Turn Against This Land� gnadenlos in der Masse an Veröffentlichungen unter. Kein Wunder, dass das Label nach einem Richtungswechsel verlangte. Pünktchenmädchen erobernder Brit-Pop ganz nach Schema RAZORLIGHT sollte es werden. Der Split folgte auf dem Fuße und nun sind die DOGS beim etwas kleineren Weekender Records untergekommen.

Verändert hat sich wenig. Noch immer wird sympathischer Brit-Rock gespielt. Noch immer sind THE CLASH das größte Vorbild und Johnny Cooke klingt üblich verkatert. Kleinere Ska-Rhythmen und Melodien, die so auch von den LIBERTINES stammen könnten, halten sich die Wage. �Winston Smith� erinnert sogar unglaublich an JAMIE T.s �Operation� (was ja auch kaum verwunderlich ist, da dieser es wie kein anderer versteht die Zitate Kiste rumpeln zu lassen).

�Tall Stories From Under The Table� ist mit Sicherheit kein schlechtes Album, stellenweise sogar sehr hörenswert, nur reicht das dank hochkarätiger britischer Konkurrenz, die sowohl Indie-Disco, als auch Feuilleton zum Kochen bringt einfach nicht aus. Die Revolution frisst eben ihre Kinder und die DOGS stehen (leider) am falschen Ende der Nahrungskette.



1.Dirty Little Shop
2.Soldier On
3.Winston Smith
4.This Stone Is A Bullet
5.Chained To Noe One
6.Forget It All
7.Little Pretenders
8.On A Bridge, By A Pub
9.Who Are You
10.These Days
11.By The River
12.Let It Lay

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Dennis

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