Plattenkritik

Draugnim - Horizons Low

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Release Date: 05.11.2010
Datum Review: 28.12.2010

Draugnim - Horizons Low

 

Episch, finster, melancholisch. Welche Bands würden dem geneigten Metal Hörer bei dieser Aufzählung für gewöhnlich zuerst ins Gedächtnis kommen? Richtig - Summoning, Moonsorrow oder Bathory zum Beispiel.
Nun zückt die Stifte (oder wahlweise auch die Amazon-Wunschliste) und schreibt euch den Namen DRAUGNIM ganz groß oben auf euren Zettel, denn diese Herren sind es wert gehört und deren Werk gekauft zu werden.
Auf ihrem nunmehr sechsten Album spielen die drei finnischen Musiker von DRAUGNIM Black Metal, der atmosphärischer kaum sein könnte. Das Ende 2010 erschienene Album „Horizons Low“ bewegen sich meist im Midtempo und überzeugt durch eine großartige Melodieführung und die Komplexität der Arrangements.
Ein Großteil der Songs ist, wie unter anderem „The Last Of Kin“ oder „One Of Lost“, mit epischen Chören und dunklen, majestätischen Keyboardklängen und Fanfaren untermalt, was ähnlich wie bei Summoning eine sehr melancholisch Stimmung erzeugt. Trotz all dieser Opulenz bleiben die vier Finnen in ihrer Rest-Orchestrierung der Lieder sehr archaisch und dem Black Metal zugewandt, trumpfen dabei in jedem Lied mit warmen, elegischen Gitarrenmelodien und ausdrucksstarkem Black Metal Growls auf. Einzig das fünfte Stück „Cursed The One“ schlägt eine schnellere Gangart an und donnert dem Hörer durch die Boxen in bester Old-School-Black-Metal-Manier um die Ohren – ohne dabei jedoch in einer Sekunde die Melodie zu vergessen.
Auf „Horizons Low“ lässt sich kein einziger Totalausfall vermerken, einzig das vorletzte Lied „The Weeper's Way“ eröffnet sich selbst nach mehrmaligem Hören nicht vollends.
Voraussichtlich werden DRAUGNIM mit diesem recht komplexen Werk zwar nicht die großen Massen für sich gewinnen können, zu einem sehr großen Achtungserfolg sollte es jedoch für die Finnen allemal reichen – zu wünschen wäre es ihnen!
Wer die Musik für Abende sucht in denen es bereits am späten Nachmittag dunkel geworden ist oder einfach nur in purer Melancholie baden möchte, der ist bei DRAUGNIMs neuem Werk „Horizons Low“ perfekt aufgehoben.

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Manuel

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Ich schreibe Artikel. Manchmal schlecht, manchmal gut, immer über seltsame Musik.

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