Plattenkritik

Eluveitie - Helvetios

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Release Date: 10.02.2012
Datum Review: 12.02.2012

Eluveitie - Helvetios

 

Eines kann man Schweizern von ELUVEITIE nicht vorwerfen, dass sie sich auf ihren Lorbeeren ausruhen würden. Mit „Helvetios“ erscheint ihr fünftes Album in sechs Jahren. Nur zwei Jahre nach dem vielerorts gelobten und auch charttechnisch erfolgreichen „Everything Remains (As It Never Was)“ veröffentlichen die Damen und Herren ihr erstes Konzeptalbum. „Helvetios“ behandelt dabei die Chronologie des Gallischen Krieges – eine Thematik, die popkulturell bisher eigentlich nur in der Asterix-Comic-Reihe behandelt wurde.

Das Konzept wird durch einen gesprochenen „Prologue“ und einen „Epilogue“ abgerundet. Rein musikalisch bleibt es auf „Helvetios“ weitestgehend beim altbewährten Rezept: Eim Stilmix aus melodischem Death-Metal und Folk-Metal. Das ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass ELUVEITIE mit dem Titelsong und „Luxtos“ mit zwei Ohrwurm-Nummern in das Album einsteigen. Folk-Elemente und Melo-Death verschmelzen hier perfekt. Jedoch setzen die Eidgenossen nicht nur auf derlei Nackenbrecher. „Scorched Earth“ stellt das andere Extrem dar. Das Stück ist fast als ein Acapella zu werten und schafft eine herrlich melancholische Stimmung. Auch das bereits im Vorfeld veröffentlichte „A Rosa For Epona“ fügt sich mit seiner Melodik und Detailverliebtheit perfekt in das Werk ein.
Allgemein setzten ELUVEITIE wieder so viele Instrumente ein, dass von Anfang an garantiert ist, dass man das Album mehrmals hören muss um den Vieles zu erfassen. Drehleiern, Dudelsäcke, Flöten, Harfen und Fiedeln – Trotz dieser Fülle geht verwunderlicher Weise kein Instrument unter und die Produktion ist so differenziert, dass man alle acht Musikanten heraushören kann.

ELUVEITIE beweisen mit „Helvetios“ erneut, dass sie in ihrer eigenen Liga spielen und sich von den vielen Plastikkapellen, die sich im Genre tummeln, merklich absetzen. „Helvetios“ kann nicht nur musikalisch punkten, sondern befasst sich auch mit einer interessanten geschichtlichen Begebenheit Mitteleuropas (wenn auch aus nicht ganz neutraler Sicht).


Tracklist

1. Prologue 
2. Helvetios 
3. Luxtos 
4. Home 
5. Santonian Shores
6. Scorched Earth
7. Meet The Enemy
8. Neverland
9. A Rose For Epona
10. Havoc
11. The Uprising
12. Hope
13. The Siege
14. Alesia
15. Tullianum
16. Uxellodunon
17. Epilogue

Alte Kommentare

von twin 26.02.2012 17:35

Sau gutes Album. eines der besten seiner Art

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Manuel

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Ich schreibe Artikel. Manchmal schlecht, manchmal gut, immer über seltsame Musik.

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