Plattenkritik

Emmerhoff & The Melancholy Babies - Electric Reverie

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Release Date: 01.01.1970
Datum Review: 28.08.2005

Emmerhoff & The Melancholy Babies - Electric Reverie

 

Nach drei Studioalben sowie dem ersten, im Jahre 2004 veröffentlichten, Rückblick auf das bisherige Schaffen mit dem Namen "Misty Trails", haben die fünf Norweger von EMMERHOF & THE MELANCHOLY BABIES einen weiteren Longplayer am Start, der auch jenseits der heimischen Fjordlandschaften für ein neugieriges Aufhorchen sorgen soll.

Devil Duck Records ist das beschauliche Label, welches hierzulande die Band mit der Drei-Gitarren-Fraktion und ihrem jüngsten Output, "Electric Reverie", in die Regale der Plattenläden des eigenen Vertrauens schiebt. Hat sich der Fünfer aus Norwegen seinen musikalischen Ruf mit einer ausgesprochen poppigen Melancholie erspielt, setzt "Electric Reverie" nebst dieses Trademarks verstärkt auf rockigere Einschläge. Genremäßig hat die Band um Songwriter Gunnar Emmerhoff ihre Nische im großen Tummelbecken des Indierocks ergattert, die durch Space- und Countryelemente ihre eigene Note erlangt. Speziell die drei eingesetzten Sechssaiter schaffen durch ihren minimalistischen und dezenten Einsatz stimmungbeladener Klangwelten, die so vielseitig sind wie das Wetter Norwegens. Geben sich EMMERHOF & THE MELANCHOLY BABIES auf "New Silence" gekonnt besonnen und atmosphärisch, wartet das nachfolgende "Juggernaut" mit einer LED ZEPPELIN-mäßigen Rockkante auf. Generell zeigen sich die Norweger erstaunlich detailverliebt ohne dabei auf die gewissen Ecken und Kanten zu verzichten. Die Coverversion von "Cowboys" von PORTISHEAD demonstriert dann auch eine eigenständige Interpretation eines Klassikers. Mit "Electric Reverie" werden EMMERHOF & THE MELANCHOLY BABIES wohl nicht den großen Durchbruch schaffen, als kleiner Gehimtipp wird man die Band jedoch sicherlich zukünftig handeln.

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Torben

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Allschools Chef

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