Plattenkritik

Endicott - The Words In Ink Dont Lie

Redaktions-Rating

Info

Release Date: 01.01.1970

Endicott - The Words In Ink Dont Lie

 

"The Words in Ink Don't Lie" ist das Erstwerk der fünfköpfigen jungen Band ENDICOTT auf Equal Vision. Die aus New York stammende Band musiziert erst seit 4 Jahren zusammen und hat es trotzdem auf 2 EPs und eine beschauliche Anhängerschaft gebracht. Nach ausgiebigem Gewilder im Metal/Hardcore Bereich hat sich ENDICOTT mit "The Words in Ink Don't Lie" neu orientiert. Die Band ist zweifelsohne noch in der Hardcore-Branche tätig jedoch ist eine passende Genreschublade für die Band schwer auszumachen. Neben dem Schwanken zwischen modernen Hardcore sowie dem der 90er, Einflüssen aus Rock'n'Roll und Punk, ist vor allem die recht hohe und doch unglaublich vielseitig Stimme von Sänger Charles Cure hierfür verantwortlich. Werde ich beim Opener "Ransom Note" zeitweise sogar ein wenig an SHELTER Frontmann Ray Cappo erinnert, frage ich mich beim Nachfolger " Perfect, Like Paper Knives" bereits, ob mir meine Sinne nicht gerade einen Streich gespielt haben oder eine andere Band spielt. Bei Songs wie "A Song For Hearts" ist plötzlich wieder Emocore Programm und herzzerreißende Schreie brechen den melodiösen Gesang, an anderer Stelle wird es schon mal fast poppig. Imposant ist auch die musikalische Leistung der gesamten Band. Über 12 Tracks begeistert "The Words in Ink Don't Lie" durch vielseitige und von der musikalischen Komposition her absolut unberechenbare Stücke die keineswegs ins Chaos abdriften. Mit dem abschließenden Song "Southbound" wird über knappe acht Minuten noch mal das Herz zum bluten gebracht. ENDIKOTT haben sich für "The Words in Ink Don't Lie" in die Big Blue Meanie Studios eingemietet, wo auch schon THURSDAY und TAKING BACK SUNDAY am Werkeln waren. Textlich geht die junge Band besondere Wege und beschreibt über das komplette Album hinweg eine Entführung aus den Perspektiven von Opfer, Täter und den Eltern des Opfers. Obwohl ich prinzipiell nicht der große Fan von Konzeptalben bin, ist "The Words in Ink Don't Lie" zweifelsfrei eine außergewöhnliche Produktion, bei der der konzeptuelle Rahmen sich nicht restriktiv auf das musikalische Schaffen auswirkt.

Autor

Bild Autor

Torben

Autoren Bio

Allschools Chef

Suche

Social Media