Plattenkritik

Envy The Fallen - Hoist The Colours

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Release Date: 11.09.2011
Datum Review: 11.09.2011

Envy The Fallen - Hoist The Colours

 

Die Stadt Newquay kam mir im Zusammenhang mit Musik noch nie unter die Augen bzw. Ohren und dürfte auch musikgeschichtlich eher der sibirischen Tundra entsprechen – es gibt einfach nichts. Die Voraussetzungen sind also nicht die besten, aber lassen wir uns mal überraschen was ENVY THE FALLEN aus ihrer neuen Scheibe „Hoist The Colours“ gemacht haben.

Erstmal finde ich das Cover-Artwork sehr gut gelungen. Alte Wachssiegel vermitteln irgendwie immer den Eindruck von Erhabenheit und das überträgt sich auch ein wenig auf die Musik. Die Jungs legen erstmal mit einem typischen BreakDown-Syndrom los. Das ist zwar absolut nicht erfrischend, lockert sich im Laufe der ersten Minuten aber alles ein bisschen. Die Gitarren-Leads sind teilweise noch ein bisschen steif und wirken etwas unbeholfen was allerdings mit der Rhythmusgitarre komplett aufgewogen wird. Songs wie „I Will Prevail“ oder „This Is Not Goodbye, Its A Fond Farewell” sind echte Kracher und auch der Schlusstrack „Until Lambs Become Lions“ lässt keine Wünsche offen.

Einen richtig großen Pluspunkt können ENVY THE FALLEN mit ihren Shouts sammeln. Man denkt unweigerlich an Sänger wie Winston McCall (PARKWAY DRIVE) und Jake Luhrs (AUGUST BURNS RED), nur dass ETF-Sänger Fat Tony hier vielleicht teilweise noch ein bisschen mehr Blut in der Stimme hat. Allgemein ist auch die Produktion ein ziemliches dickes Ding für eine DIY-Platte und kann sich mit Alben von STICK TO YOUR GUNS oder auch THE GHOST INSIDE auf jeden Fall messen. Gute Mucke, gutes Cover, gut Punkte geholt!


Tracklist:

01. Hoist The Colours
02. I Will Prevail
03. The Brave One
04. The Ending
05. This Is Not Goodbye, Its A Fond Farewell
06. Until Lambs Become Lions

Alte Kommentare

von @Jonathan 11.09.2011 21:14

"Die Stadt Newquay kam mir im Zusammenhang mit Musik noch nie unter die Augen bzw. Ohren und dürfte auch musikgeschichtlich eher der sibirischen Tundra entsprechen..." Also Newquay ist eine kleine Stadt (eher Dorf) an der Küste Cornwells. Ein Surferdorf, ja auch das ist in England möglich, mit einem netten Beachbreak an der einen und einen Flutswell an der anderen Küste. Leider ist die "Stadt" zum Wochenendballermanntouriort verkommen über die Jahre, quasi die Schinkenstraße Englands. Trotz alle dem gab es schon immer 2 Clubs die Punk/HC/Metal Shows auf die Beine gestellt haben und immer noch machen. Also nicht mit sibirischen Tundra :) Dort sind auch so wunderbare Event wie das European Billabong Masters oder Jack Johnson Konzerte vor 40 000 Menschen am Strand. Zur Musik ist wohl zur sagen, dass das nach dem Motto abgelaufen sein muss "Oh, das ist cool, das ist angesagt, das machen wir auch" Gott sei dank in guter Quali, aber es bleibt dennoch ein weiterer Klone eines Genre welches niemand braucht!

von jonsen 12.09.2011 01:51

ok, cool. wie gesagt: MIR kam es musikalisch noch nicht unter. das mit dem surfspot etc. wusste ich auch, war aber hier ja irgendwie wenig relevant...;) trotzdem danke für die aufklärung! ob kopie oder nicht. motto oder nicht. klar sind die jungs nicht die übermäßige (r)evolution, aber ich finde die platte macht spaß und hat potenzial...;)

von joa... 13.09.2011 16:06

kann man sich geben, aber noch nicht auf dem level ihrer eindeutigen vorbilder. aber ich würde sagen da ist genug talent vorhanden. 6,5/10

von paul pfinzing 15.09.2011 20:51

bei dem alten wachssiegel ist mir auch gleich einer abgegangen!

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