Plattenkritik

Espers - III

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Release Date: 20.11.2009
Datum Review: 11.11.2009

 

Dass das vierte Album der ESPERS aus Philadelphia im Winter und Frühjahr 2009 entstand muss man eigentlich nicht groß erklären. Als wäre man wetterfühlig spürt man das gleich von Anfang an. Das Sextett um das Songwritergespann Greg Weeks, Meg Baird und Booke Sietinsons hat sich alle Mühe gegeben das melancholische Selbstmitleid, welches man um diese Zeit in sich trägt, gebührend zu vertonen.

So ist "III" sicherlich kein normales Singer/Songwriter Album. Vielmehr eine Hommage an das, was man in den 60ern gerne als Acoustickünstler ablieferte und an die Zeit, in der die EAGLES bahnbrechende Erfolge feierten. So sind die Lieder allesamt mit Acousticgitarre aufgezeichnet, um irgendwann überraschend mit einem dezenten 80er Gitarrensolo aufgespült zu werden und so den berühmten psychedelischen Faktor, den die ESPERS stets bei sich trugen, zu wahren. Dieser wird gerade ab der zweiten Hälfte und dem grandiosen "Meridian" richtig klar und überwiegt ab dann fortlaufend. "Another Moon Song" beispielsweise beinhaltet schon fast DOORSsche Halluzination in sich und wirkt mit seinen niedlichen 3 Minuten eher als ein 10 Minuten-Epos.

Ein Eindruck, der oftmals überwiegt. Ein wenig langatmig scheinen die Songs manchmal, oft auch in sich verlaufen und verloren. Streicht man diese Eindrücke allerdings und hört "III" genau zu der Jahreszeit als es aufgenommen wurde, funkt es so richtig. Nette Platte.

Tracklist

01. I Can't See Clear
02. The Road of Golden Dust
03. Caroline
04. The Pearl
05. That Which Darkly Thrives
06. Sightings
07. Meridian
08. Another Moon Song
09. Colony
10. Trollslända

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Raphael

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