Plattenkritik

Every Time I Die - Ex Lives

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Release Date: 02.03.2012
Datum Review: 29.02.2012

Every Time I Die - Ex Lives

 

Und am achten Tag schuf Gott den Whiskey. Fragt man Kreischkasper Keith Buckley, weiß der 32-Jährige vielleicht am besten ob das gerstenhaltige „Lebenswasser“ oder schlicht treue Bassisten des Schöpfers größtes Teufelswerk seien. Was derartige Hintergründe für das sechste Studioalbum seiner Mitstreiter aus Buffalo, New York für eine Rolle spielen? Keinen blassen Schimmer. Zeit zum nüchternen Nachdenken oder sentimentalen Grübeln bietet „Ex Lives“ definitiv nicht.

„Ex Lives“ spricht in den zweiunddreißig Minuten (exklusive Bonus), die dem Werk zur freien Äußerung gebilligt werden lieber Bände. Verpackt diese zunächst (inkl. wunderbaren Coverfoto), sortiert dann penibel und prügelt sie dem unschuldigen Hörer vor den Latz. Wobei: Ist der blecherne Banjoeinstieg von „Partying Is Such Sweet Sorrow“ etwa als Segment eines Kopfsenkens zu verstehen? Und drückt der Schwergewichter „Revival Mode“ für EVERY TIME I DIE-Verhältnisse die Sludgetaste einen Tick zu tief hinunter? Nicht die Bohne. „Underwater Bimbos From Outer Space“ läuft unvoreingenommen zick zack und lässt kein Gras mehr wachsen – „Holy Book Of Dilemma“ definiert anschließend das Zusammenspiel von Chaos und Konzept in Perfektion. Buckley, Bruder Jordan sowie Andy Williams und Ryan Leger traktieren (manierlich weiterhin) Metal, Hardcore, Punkrock und cleveres Geschick zu einem hier schlüssigen („Typical Miracle“), da rotierenden („The Low Road Has No Exits“) Mosh-Mischling, der mit den herrlichen Interpretationen aus Buckleys (Trunkenheits-)Feder zur heiligen Schrift der Angepisstheit verschmilzt.

Ein weiteres Mal werden EVERY TIME I DIE nicht zur stagnierenden Kopie ihrer selbst, lassen trotz Arbeitseifer und transparenter Produktion unter Joe Barresi (u.a. QUEENS OF THE STONE AGE, TOOL) die Kirche im Dorf und zeigen lieber Härte und Gesicht: „A Wild, Shameless Pain“ wälzt sich durch Prog-Welten, „I Suck (Blood)“ hingegen beweist lieber die erarbeitete Vielschichtigkeit der Band um die feierfreudigen Gebrüder Buckley.
„Ex Lives“ verweilt (mit Verlaub) nicht für den Hauch eines Riffs auf der Ersatzbank und jagt Dampfhammer um Dampfhammer über´s Feld, bis sich nach getaner Arbeit - was Spirituosen und verweilende Bandmitglieder angeht – direkt dem nächsten Projekt gewidmet werden darf: Und am neunten Tag - schuf Gott EVERY TIME I DIE.

Trackliste:

01. Underwater Bimbos From Outer Space
02. Holy Book of Dilemma
03. A Wild, Shameless Plain
04. Typical Miracle
05. I Suck (Blood)
06. Partying Is Such Sweet Sorrow
07. The Low Road Has No Exits
08. Revival Mode
09. Drag King
10. Touch Yourself
11. Indian Giver

Bonus Songs (Deluxe Version):

12. Grudge Music
13. Business Casualty
14. Starve An Artist, Cover Your Trash

Alte Kommentare

von Tobe 29.02.2012 17:41

hab die platte zwar erst 1,5mal durch, aber irgendwie lieb ich die jetzt schon.

von lol 29.02.2012 19:10

genau 1,5 mal? sicher?

von theDude 01.03.2012 10:56

hier kommt das beste von ETID zusammen! absolute macht die platte!

von Tobe 01.03.2012 13:41

inzwischen sinds sicher 2,17 mal

von masin 01.03.2012 22:47

Jetzt schon meine persönliche Platte des Jahres!!

von dabei ist grad mal märz 02.03.2012 00:17

immer diese fanboys ^.^

von Mosh room 02.03.2012 10:55

ui, hab den release balle verpeilt. na da bin ich ma jespannt wie en flitzebojen. bisher hat mich die band nie enttäuscht. wie auch? :3

von ETIDiot 02.03.2012 13:57

Platte des Jahres! Wir haben erst März? Egal, ETID bringen ja nur eine Platte dieses Jahr raus, also absolut konkurrenzlos.

von kmf 02.03.2012 14:22

endgeil! :)

von vuki 02.03.2012 19:12

Tolles Review zu einer Hammerplatte! Aber [klugscheisserei]Keith Buckley ist erst 32 Jahre alt[/klugscheisserei] ;)

von yoiks 02.03.2012 19:47

[klugscheißerei]aber bitte mit ß[/klugscheißerei]

von n pinkes logo=? 02.03.2012 20:44

sind die emo oda wsas?

von ... 02.03.2012 22:15

pink ist also emo! das muss ja ein fachmann geschrieben haben.

von wohl eher 03.03.2012 11:08

ein - achtung kalauer - "flachmann". weg vom whiskey, hin zur platte: macht freude!

von Shinfo 06.03.2012 14:02

Hammer Platte !!!

von Ihr 28.04.2012 18:48

sollt einfach mehr Wolverine Blues von Entombed hören. Ende

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Moppi

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Alt, langweilig, tierlieb.

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