Plattenkritik

Evocation - Apocalyptic

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Release Date: 29.10.2010
Datum Review: 23.10.2010

Evocation - Apocalyptic

 

EVOCATIONs Geschichte ist schon eine seltsame, wenn man sie mit anderen Bands des schwedischen Death Metals vergleicht. Am Anfang verliefen die Bahnen noch relativ parallel. Genauso wie heute noch aktiven Größen des Genres GRAVE oder DISMEMBER spielten sie Demos ein, die in der damals noch jungen Szene für Furore sorgten. Anstatt danach einen Vertrag bei einem Label zu unterschreiben lösten sie sich kurzerhand wegen „musikalischer Differenzen“ 1992 auf. Danach herrschte Funkstille, bis 2004 Breath Of Night Records ihre Demos noch einmal auf CD veröffentlichte und EVOCATION aus dem Grabe entstiegen. Seither haben sie zwei vollständige Alben aufgenommen und mit „Apocalyptic“ steht nun ihre neuste Veröffentlichung in den Startlöchern.

Cd ins Abspielgerät und anschnallen!
Ab der ersten Sekunde kann man erahnen was man auf einen zukommt: Schweden Death-Metal der alten Schule, vergleichbar mit den oben bereits erwähnten Bands. Hauptsächlich im Uptempo gehalten, wenn es dann doch einmal ins Midtempo abgleitet groovig - Stets auf die zwölf. Dabei vergessen die Schweden die Melodien nicht und es findet sich in jedem der zehn Stücke dezent eingearbeitete Gitarrenharmonien. Die vorgetragene Musik lässt es trotz dieser melodischen Einschübe aber zu keiner Zeit an Brutalität vermissen. Ein „Hit“ lässt sich auf „Apocalyptic“ nicht herausgestellt. Trotz dessen, dass sich alle Songs auf einem technisch sehr hohen Niveau bewegen, halten sie für den Hörer leider kaum Überraschungen oder gar Experimente bereit. Was aber nicht heißen soll, dass das Album langweilig oder belanglos ist - Man hat nur alles so oder so ähnlich schon mal irgendwo gehört.

Wer sich daran nicht stört, der wird mit dem neuen Album der Schweden eine "schöne" Death-Metal Scheibe vorfinden, die durchgängig Spaß macht. Freunde dieses Genres dürfen gut und gerne noch mindestens einen Punkt auf meine Wertung schlagen.

Tracklist:
01. Sweet Obsession
02. We are unified insane
03. Infamy
04. Parasites
05. Reunion in war
06. Psychosis warfare
07. Murder in Passion
08. It is all your fault
09. Curse on the crreature
10. Apocalyptic

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Manuel

Autoren Bio

Ich schreibe Artikel. Manchmal schlecht, manchmal gut, immer über seltsame Musik.

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