Plattenkritik

Fair To Midland - Arrows & Anchors

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Release Date: 11.07.2011
Datum Review: 05.07.2011

Fair To Midland - Arrows & Anchors

 

Das wohl interessanteste Album dieser Tage, liefern die Texaner von FAIR TO MIDLAND ab. Interessant aus der Sicht, da die Art ihres Sounds in der Tradition von Bands wie DREDG, COHEED AND CAMBRIA, SYSTEM OF A DOWN und weiteren musikalischen Größen steht – er ist einfach einzigartig und unvergleichbar. Und, obwohl die Band bereits seit 1998 existiert und ihr Vorgänger „Fables From A May Fly : What I Tell You Three Times Is True“ aus dem Jahre 2007 auch in Deutschland veröffentlicht wurde, genießen FAIR TO MIDLAND hierzulande immer noch so etwas wie einen Exotenstatus. Doch das sollte sich mit ihrem dritten Album „Arrows & Anchors“, welches auf SEASONS OF MIST erscheint, endgültig ändern.

FAIR TO MIDLAND machen es einem nicht gerade einfach, wenn es darum geht, ihre Musik zu beschreiben. Grob im ALTERNATIVE ROCK angesiedelt, vereinen sie auf spektakuläre Weise Elemente aus PROG und METAL mit einer gesunden Prise POP. Das klingt, wie ein wilder, aber immer miteinander harmonierender Mix aus RUSH, SYSTEM OF A DOWN oder auch THREE. Ihre Lieder leben nicht nur von dem wirklich charismatischen und sehr stimmvariablen Sänger, sondern auch von einem wunderbaren Zusammenspiel zwischen druckvollen Drums, treibenden Bassläufen und einer sehr breiten und abwechslungsreichen Gitarrenarbeit. All das, wird immer wieder mit sphärischen Keyboardspielereinen verfeinert, und verleiht dem Ganzen eine besondere Atmosphäre.
Jeder Song auf „Arrows & Anchors“ verfügt über Unmengen an feinen Details, irrsinnigen Wendungen und vielen, verschiedenen musikalischen Eindrücken. Ganz gleich, ob man, wie bei „Whiskey and Ritalin“, mit BILLY TALENT-artigen Bassläufen ungezügelt nach vorne prescht, oder vorab wild losbrüllt, bevor man bei „Musical Chairs“ mit engelsgleichem Gesang in die Strophe startet und sich dann in einen unglaublichen Refrain steigert. Das Besondere an FAIR TO MIDLAND ist, dass sie es meisterhaft beherrschen, trotz aller Einflüsse, ihre musikalische Mitte zu finden und so im Stande sind, großartige Songs zu schreiben.
Trotz allem, ist „Arrows & Anchors“ kein Album, zu dem man sofort den Zugang findet. Tut man sich beim ersten Hören noch etwas schwer, wächst es aber von Mal zu Mal, und offenbart immer mehr Höreindrücke.
Abschließend kann man nur sagen, dass FAIR TO MIDLAND hier ein wahrlich meisterhaftes Stück Musik abliefern.

Tracklisting
1. Heavens to Murgatroyd
2. Whiskey and Ritalin
3. Musical Chairs
4. Uh-Oh
5. Amarillo Sleeps on my Pillow
6. A Loophole in Limbo
7. Typhoid Mary Sends her Best
8. Short Haired Tornado
9. The Upset at Bailey Bridge
10. Rikki Tikki Tavi
11. Golden Parachutes
12. Bright Bulbs and Sharp Tools
13. Coppertank Island
14. Three Foolproof Ways to Buy the Farm
15. The Greener Grass

Alte Kommentare

von renö pop 12.07.2011 13:48

wahnsinn

von dillweed 13.07.2011 08:57

Bis auf die Tatsache, dass mir die etwas roheren Demos von "Musical Chairs" und "A Loophole in Limbo" etwas besser gefallen haben als die finalen Albumversionen, ist hier ganz klar größtes Kino zu attestieren! Geiles Teil, PLatte des Monats definitiv, Platte des Jahres... schaun mer mal...

von Rambo 14.07.2011 20:58

Bestes Album ever.

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Mulder

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