Plattenkritik

Fall Of Season - Decades In A Bleeding World

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Release Date: 01.01.1970

Fall Of Season - Decades In A Bleeding World

 

Es ist gar nicht allzu lange her, da stand ich im Brauschweiger B58 und habe mir eben diese Fall of a Season angeguckt. Und ich muss zugeben, damals waren Sie für mich eine weitere, vollkommen überflüssige Metalcore-Band, die zwar gut klangen, aber für mich ein Beispiel für absolute Überschwemmung des „Marktes“ darstellten. Die Musik und Personen waren teilweise viel zu stereotypisch unter diesem (mittlerweile schon sehr ausgereizten) Begriff Metalcore zu kategorisieren. Die Show war nicht schlecht und sie gefielen durchaus , damit ihr mich nicht falsch versteht, es wurde eben nur kaum Innovation an den Tag gelegt.

Und heute hatte ich ihren ersten Longplayer DECADES OF A BLEEDING WORLD vor mir liegen. Ich war schon gespannt, sie gefielen mir auf der Bühne ja doch schon, ob ihr Release aus der Masse hervorstechen kann. Denn wer brauch eine weitere schlechte/durchschnittliche Metalcoreplatte, die in seiner Musiksammlung Staubfänger spielt, da eh nur die „großen“ deutschen Bands im CD-Schacht rotieren.
Und was soll ich sagen? Ihr braucht euch keinen neuen Staubwedel anschaffen! Gleich von Beginn können FALL OF A SEASON mit einer druckvollen Produktion und treibenden Songs punkten. Die Instrumente schwanken immer wieder zwischen Mosh und Melodie, ähnlich eben Heaven Shall Burn oder Embers. Im Großen und ganzen kann man Fall of a Season stilistisch wirklich in die HSB-Schublade stecken und dort würden sie sich wahrscheinlich sehr wohl fühlen. Ein Unterschied liegt klar beim Gesang, da klingt FOAS eher nach Destiny. Auch werden die mittlerweile schon üblichen cleanen Gesangsparts nicht vergessen und sorgen für die gewollte Auflockerung der Songs. Elektroparts und Klaviereinlagen...die Jungs haben an alles gedacht.
Nun mag man sich fragen wo ist denn da die Innovation? Es klingt eben schon alles nach durchschnitts Metalcore. Doch lasst euch eins gesagt sein, die Scheibe rockt von vorne bis hinten. Zu bemängeln gibt es einfach nichts. Selbstverständlich kann DECADES IN A BLEEDING WORLD nicht mich HSBs grandiosen Antigone mithalten, doch wer eben solche Mucke mag, der wird an dieser Platte seine Freude haben.

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Christian

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