Plattenkritik

Fall Out Boy - Folie À Deux

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Release Date: 12.12.2008
Datum Review: 10.12.2008

Fall Out Boy - Folie À Deux

 

FALL OUT BOY haben spätestens mit "Infinity On High" und dem Spiel mit HipHop/RnB Elementen bewiesen, dass sie nur allzu fähig sind Genregrenzen und –konventionen erfolgreich zu biegen beziehungsweise mit ihnen zu brechen. Man mag von ihrer dauermedialen Präsenz halten was man will, ihr Gespür für eingängige Melodien ist unnegierbar und das Patent für Ear Candy ist ihnen gewiss. Bezogen FALL OUT BOY mit "Infinity On High" musikalisch Stellung setzt man mit "Folie À Deux" nun zum Großschlag auf das Popbusiness an und kapitalisiert weiterhin benanntes Gespür.

Mit "Disloyal Order of Water Buffaloes", "I Don't Care" und "America's Suitehearts" wird dem Zuhörer bereits im ersten Drittel des Albums hochkonzentriertes Destillat aus bewährten FALL OUT BOY-Zutaten von großartigen Mitsinghooks bis hin zu symphonischem Popappeal verabreicht. Die Songs schrauben sich augenblicklich in die Gehörgänge, hinterlassen jedoch einen leichten Beigeschmack der Repitition. "Headfirst Slide into Cooperstown on a Bad Bet" beginnt mit einem 80er New Wave Einschlag und mündet in große, balladeske Momente, während sich "w.a.m.s." seine Synthi-Dance-Beats aus dem gleichen Jahrzehnt holt. "What A Catch, Donnie", eines DER Highlights des Albums, ist eine ausufernde, orchestrale All-Star RnB Ballade bei der neben Brandon Urie (PANIC AT THE DISCO), Travis McCoy (GYM CLASS HEROES), Gabe Saporta (MIDTOWN, COBRA STARSHIP) auch ELVIS COSTELLO veredelnd tätig ist und unter anderem Hooks von Songs wie "Grand Theft Autumn", "Sugar, We're Goin Down" oder "This Ain't A Scene, It's An Arms Race" ins Spiel bringt. "20 Dollar Nose Bleed" featured erneut Urie und geht bläsergetrieben und mit THE BEATLES Referenzen klar in die "Pretty. Odd" Richtung. Mit LIL’ WAYNE hat man auch diesmal ein Feature aus der angesagten Hip Hop Liga, vermag hiermit aber nur bedingt Akzente zu setzen. Insgesamt ist das "Folie À Deux"-Material zwar nicht ganz so überraschend wie das des Vorgängers unterstreicht jedoch einmal mehr die musikalische Experimentierfreude und Vielseitigkeit der Jungs aus Chicago.

Tracks:
1. "Disloyal Order of Water Buffaloes" 4:18
2. "I Don't Care" 3:38
3. "She's My Winona" 3:52
4. "America's Suitehearts" 3:34
5. "Headfirst Slide into Cooperstown on a Bad Bet" 3:55
6. "The (Shipped) Gold Standard" 3:19
7. "(Coffee's For Closers)" 4:35
8. "What a Catch, Donnie (ft. Elvis Costello)" 4:57
9. "27" 3:12
10. "Tiffany Blews (ft. Lil' Wayne)" 3:44
11. "w.a.m.s. (ft. Pharrell)" 4:38
12. "20 Dollar Nose Bleed (ft. Brendon Urie)" 4:17
13. "West Coast Smoker (ft. Debbie Harry)" 2:46

Alte Kommentare

von fu 11.12.2008 02:33

grad mal bei myspace reingehört, unglaublich schlecht. lieblos hingeklatschte konstruierte musik, so würden wohl modern talking klingen, wenn es sie denn noch geben würde. aber gut, jedem das seine.

von shawn 11.12.2008 07:20

chartmusik, aber grandiose!

von loki 11.12.2008 09:31

sell out boy :))

von ian [ttr] 11.12.2008 12:19

ganz nettes ding mit ein paar guten songs wie "she's my winona" oder "20 dollar nosebleed" aber meines erachtens dem neuen forgive durden album weit unterlegen.

von Daharka 11.12.2008 17:36

weiß auch nicht genau wie die das schaffen immer noch soviele gute songs zu schreiben...

von LA 12.12.2008 20:07

Super Scheibe!

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Torben

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Allschools Chef

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