Plattenkritik

Fear Factory - Mechanize

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Release Date: 05.02.2010
Datum Review: 02.02.2010

Fear Factory - Mechanize

 

Auf der einen Seite stehen Sänger Burton C. Bell und Gitarrist Dino Cazares, auf der anderen Bassist Christian Olde Wolbers und Drummer Raymond Herrera. Es geht um die Namensrechte an FEAR FACTORY, es geht um die Marke FEAR FACTORY. Die ersten beiden setzten sich vorerst durch (was einen üblen Nachgeschmack hinterlässt und von vornherein für eine besonders kritische Beschäftigung mit der neuen Materie sorgt) und versuchen nun mit "Mechanize" an die alten Erfolge der High-End Industrial Death Metaller anzuknüpfen. Ein Unterfangen, das wegen der Qualität des letzten, völlig missglückten "Transgression" Veröffentlichung relativ leicht zu bewerkstelligen sein dürfte.

Neben den bereits angesprochen Protagonisten sorgen ohne Zweifel die übrigen Mitstreiter Byron Stroud am Bass und Drumtier Gene Hoglan für musikalische Qualität. Ein zweites Demanufacture konnte natürlich nicht erwartet werden, aber dass ein so laues Lüftchen eingefangen und in 10. Songs verpackt wurde, ist doch ein wenig überraschend, fast entsetzlich. Nur ganz selten wird die Rhythmusfraktion wirklich gefordert, meist pendeln die Songs im Nirwana der einstigen Glanztaten. Burton C. Bell klingt mitunter in den Shouts kraftlos, die gesungenen Passagen sind austauschbar und offenbaren keine Regungen an der Hautoberfläche. Drei Songs sind hervorzuheben, da nur sie den Esprit der einstigen Trendsetter entblößen und für so etwas wie anerkennendes Kopfnicken sorgen. Da wären zunächst "Fear Campaign" und "Controlled Demolition", die mit rasiermesserscharfen Riffs und Geschwindigkeit versehen wurden und daher den guten Gene zum Jacke ausziehen bewegt haben müssten (wobei der darunter bei der Aufnahme von "Mechanize" einen dicken Pullover mit Rollkragen getragen haben dürfte...). Und dann noch das abschließende "Final Exit", das ein gelungener Schritt über den Tellerrand mit Blick Richtung Endzeitstimmung geworden ist. Der Rest: Pure Langeweile!

Fazit: FEAR FACTORY sind weiter auf dem absteigenden Ast und klappen endgültig mit "Mechanize" den Sargdeckel zu. Letztlich scheint es neben den Namensrechten und der Marke auch um die zum Melken lieb gewonnene Kuh gegangen zu sein. Wer Geld in frische, mit Leidenschaft und Energie eingespielte Industrial Modern Metal Musik investieren möchte, der ist bei DEVIN TOWNSEND (vor allem den SYL-Klassikern "City" und "Alien", auf denen schließlich Stroud und Hoglan mitwirkten...) und Konsorten besser aufgehoben.

Tracklist:
01. Mechanize
02. Industrial Discipline
03. Fear Campaign
04. Powershifter
05. Christploitation
06. Oxidizer
07. Controlled Demolition
08. Designing The Enemy
09. Metallic Devision
10. Final Exit

Alte Kommentare

von vnv 02.02.2010 10:29

suffer bastard... lässt sich da nur sagen

von ff 02.02.2010 16:29

keine ahnung, der mann... man fässt es nicht. aber die mehrheit der kritiker wird den fehler nicht auch machen...

von matze10 02.02.2010 16:32

muss auch mal loslassen das das review der absolute mist ist. die amerikanischen magazine stellen das album qualitativ auf eine stufe mit obsolete und sagen, dass es nur knapp nicht an demanufacture herankommt

von Olivier H. 02.02.2010 16:34

Ist ein Review sofort damit Mist, wenn der Autor eine andere Meinung als der Konsens vertritt? Musik ist und bleibt was subjektives, Jungs...

von Clement 02.02.2010 16:46

@matze10: Du sagst "die amerikanischen magazine stellen das album qualitativ auf eine stufe mit obsolete und sagen, dass es nur knapp nicht an demanufacture herankommt" Ich sage: Das Album muss doch gar nicht an die Güte der Bandklassiker heranreichen. Aber das es ein so liebloses Geschrubbe ohne wirkliche Höhepunkte geworden ist, konnte nicht erwartet werden. Aber: Das ist meine Meinung! Wenn du es anders siehst, ist das dein gutes recht. Mich würde wirklich interessieren, wie deine Meinung ausfällt...

von rechtschreib-nazi 03.02.2010 10:44

...Wer findet den das/dass-fehler im review?

von matze10 03.02.2010 17:47

das sollte auch kein angriff auf den urheber des reviews werden. natürlich sind die meinungen unterschiedlich. ich persönlich muss aber den amerikanischen reviews recht geben. es ist definitiv das beste album seid obsolete und es hat nur 12 jahre gedauert bis es erschienen ist.ich kann nur jedem raten selbst in die cd zu hören und sich seine eigene meinung zu bilden. und bitte nicht auf den konzerten, denn burton kann die cleanen parts live nicht singen. ;) “What do you fear? Fear is your god!”

von crash test 03.02.2010 17:59

an den aktuellen top10 des rezensenten erkennt man ja das er nicht das richtige für das review ist...

von besserwisser 03.02.2010 18:33

Der knecht hat ja auch dem Arkaea Album 7 Punkte und Divine Heresy 7 Punkte gegeben... Da mag wohl einer Burton C. Bell nicht, lol

von besserwisser 03.02.2010 18:38

lol, Ill nino (8 Punkte), Raunchy (8 Punkte), der Mann liebt seine geklonte Kackmucke und hat nicht die Eier dem Original ne Chance zu gebn ;)

von Spack667 04.02.2010 10:48

"ein laues Lüftchen"?? Das kam mir beim Lesen des Reviews gerade hinten raus. Sorry, Herr Rezendent, Geschmack hin oder her... aber zu erkennen, dass dies in allen Belangen eine riesige musikalische Steigerung zur Vorgängerscheibe ist (die zu Recht von vielen Kritikern zerredet wurde), sollte dann doch noch zumutbar sein (-> "absteigender Ast"??). Soll mir egal sein.. ich hab seit der letzten MH endlich wieder ne Metalplatte, die mich von vorne bis hinten durchfönt!!! Jeder der mit FF was anfangen kann, muss sich das Teil mal reinziehn!!

von @Spack667 04.02.2010 11:10

Sorry, ich findes es sterbenslangweilig und bin ein Fan der ersten Stunde.

von Spielverderber 04.02.2010 11:14

Mechanize" ist strunzlangweilig und meilenweit von Klassikern wie Archetype" oder Soul of a new machine" entfernt. Außerdem haftet dem Album der bitter-faulige Geruch einer Teilreunion an, um dem Fan das Geld aus der Tasche zu leiern. Da empfehle ich eher das letzte Arkaea Album, bei dem die eigentlich treibenden Kräfte Wolbers und Herrera kräftig die Mistgabel schwingen. Fear Factory, sofern man hier überhaupt noch von der band sprechen kann, hat nach Transgression" erneut tief in die Jauchegrube gegriffen. Ein Album, was die Welt so nicht braucht.

von reuden 04.02.2010 13:07

"archetype" jetzt schon als klassiker zu bezeichnen, halte ich für etwas verfrüht. die scheibe war aber tasächlich das beste seit "obsolete", wenn nicht sogar seit "demanufacture". Schade nur, dass sie auf der kommenden tour NIX davon spielen werden, weil Dino da nich dabei war...

von iamian 04.02.2010 14:04

enttäuschendes album. irgendwie kriegen die es nicht mehr auf die reihe...in meinen ohren leider nicht mehr als ein krampfhafter versuch ein "obsofacture" bzw. "demanulete" auf die beine zu stellen. ein erneutes "obsolete" erwarte ich gar nicht von denen, aber irgendetwas frisches bitte. noch ein album ähnlich wie "archetype" würde ich persönlich spannender finden als der ewig eigene klon zu sein, der um den erfolg seiner überalben weiss und die seele der neuen maschine kontinuierlich entweichen lässt. zumindest ist das album kein vollkommener reinfall wie "digimortal" oder das letzte album "transgression". aber mehr als 5 punkte seh ich da nicht.

von Mit einem Wort: 04.02.2010 14:47

Müll.. Rezei trifft es auf den Punkt

von schmittsen 10.02.2010 20:40

autsch! muss zustimmen, dass das review echt gar nicht geht. Die Platte knallt sowas von. Ist zwar nicht ganz die "Demanufature", aber alter Oscho, da kommen schon heftige Glücksgefühle während dem Hören hehehe

von 11.02.2010 00:17

von langweilig 17.02.2010 14:39

4 punkte sind 3 zu viel

von Hellsurfer 19.02.2010 19:45

Okay, endlich wieder der Beweis, dass man über Musik nicht streiten kann. Nach Transgression habe ich den Sargdeckel auch zugemacht - war das übel. Das neue Album knallt wieder. Wie arm das ist, dass sich Dino und Burton angeblich wieder liebhaben möchte ich nicht zur Diskussion stellen. DerK(r)ampf um den Namen ist auch eine Farce. Was gibt es an diesem Geknüppel denn nun aus zu setzen? Mal im Ernst. Alten zeiten nachweinen? Nochmal über Kopfhörer beim Gehen durch Betonskelette hören und noch mal schreiben. Burton konnte ohne technische Hilfe die cleanen Parts mal maximal 1993 singen, danach immer Hightech (Roadrunner zahlte). Nur weil jede Metalcore-Spackoband nen Industrialsound hat und cleane Vocals hat, darf man aber die Miterfinder von Brett und cleanen Vocals nicht vergessen. Und lieber Reviewer nach Demanufacture war nicht Schluss mit guten Fear Factory Alben - nur mal nebenbei. Hier sind alle alten Fear Factory Trademarks dabei - wenn man aber FF nie verstanden hat gibt man auch mal 4 Punkten und anderen Pusyyplatten fast das Doppelte. Powershifter ist soooo ein geiles Brett!!!! "Always question authority"

von Arndt 09.03.2010 12:39

schönes review vom clement mal wieder. er kann´s einfach, der Mann :-) aber dass die scheibe so schwach ausgefallen ist, hmm.

von Christan Steifen 25.03.2010 19:04

Also ich fand dieses ganze Genörgel über FF eigentlich schon immer unverständlich da ich von FF alle Alben mag. Aber wenn man als Maßstab Demanufacture ansetzt frag ich mich auch warum das Album so ne schlechte Kritik kriegt. O.o Christploitation alleine ist so ein pervers geiler Song, der rechtfertigt den Kauf fast schon allein. Und dazu kommen eine Reihe noch richtig geiler anderer Sonngs dazu. Naja, außerdem ist es in meinen Augen ohnehin etwas abseits der Spur eine Band immer an deren bestem Album emssen zu wollen. Wenn man mal ernsthaft drüber nachdenkt gehört man damit im übertragenen Sinne zu den 4.000.000 selbsternannten Bundestrainern Deutschlands. Aber wer selbst in einer Band spielt, weiß auch, dass der Geschmack zur Musik, die man macht, schon sehr von der Musik, die man hört abweichen kann. Nuff said ^^

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Ich fühle mich zu alt

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