Plattenkritik

From A Second Story Window  - Conversations

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Release Date: 27.05.2008
Datum Review: 04.06.2008

From A Second Story Window - Conversations

 

Ein Mustang (nennen wir ihn mal „Delenda“) aus Ohio, wild, chaotisch, ungestüm und vor allem sehr, sehr stolz lebt seit Jahren frei in der Wildnis. Delenda ist der ganze Glanz einer ihm unterstellten Herde und ist aus der sonst sehr öden Gegend nicht wegzudenken. Dieser Mustang gerät mit seiner Herde in Gefangenschaft. Getauft auf den Namen „Conversations“ ist er immer noch schön, immer noch stolz, aber eingeengt und seiner wilden Vergangenheit beraubt. Conversations soll nach dem Willen seiner Besitzer nach und nach zum Hauspferd abgerichtet werden. Da ihm keine andere Wahl bleibt, geht er auf die Spielchen seiner Peiniger (wie so viele viele andere Leidensgenossen vor ihm) ein. Aber Conversations ist trotz seiner erzwungenen Anbiederung immer noch einer der schönsten und kräftigsten Mustangs weit und breit. Und er verfügt im Gegensatz zu anderen Pferden über enorme Kräfte die er dazu nutzt, gelegentlich auszubrechen. Dann ist er völlig losgelöst und seine alten Tugenden blühen wieder auf. Er schlägt wild um sich, suhlt sich im Präriestaub und läuft sich die Seele bis zur Erschöpfung aus dem Leib. Aber schon kommen sie wieder, mit Maschinen und in der Überzahl, fangen ihn erneut ein, drangsalieren ihn und führen ihm Schmerzen zu. Und dann steht er wieder in seiner engen Box, mit leeren Augen und ist einer unter vielen. Aber immer noch schöner und kräftiger als alle anderen neben ihm. Immer bereit, auf den passenden Augenblick zu warten, um auszubrechen, frei und einfach nur wild, ja einfach nur der alte Delenda zu sein. Dieser Augenblick wird kommen, das ist gewiss. Auf jeden Fall steht dank Conversations fest, dass in Ohio der zurzeit schönste gezähmte Mustang zu finden ist.

Tracklist:
01. Most of Us Are Normal
02. Self Admitted
03. Leaving The Earth
04. Monumental Treason
05. The Burning Bush
06. Severed Heads Open Minds
07. A Swarm of Bees
08. Advancement Towards Nothingness
09. Stolen Lands
10. When Harry Lost Sally

Alte Kommentare

von ian [ttr] 04.06.2008 12:37

finde das album richtig klasse,obwohl ich zuerst dachte nach dem ersten song mach ich aus...aber das album ist dermaßen geil vor allem weil es quasi "mourning for mourning" auf albumlänge ist. der neue sänger hat ne tolle stimme und ich kanns gut verkraften dass das hier fast gar nicht mehr die "alten" fassw sind. einzig when harry lost sally hätten sie sich sparen können find ich. am meisten angetan hats mir "leaving the earth" und iwie hat das ganze album mit verschwinden in andere welten und abschied nehmen zu tun... also wenn schon "ohio-vania-dude-core" dann dieser hier;) bin wahnsinnig begeistert habe aber das ungute gefühl dass es entweder noch seichter wird mit dem nächsten album oder sich die band auflöst. will das beste hoffen... punkte? gute frage. kann mich bisher nicht zwischen acht oder neun entscheiden.

von ian [ttr] 04.06.2008 12:46

übrigens tolles review...erfrischend geschrieben!

von Freddy 04.06.2008 15:23

Das ALbum gefällt mir auch sehr gut.. vor allem Monumental treason.. von mir gibts 9/10

von basti 04.06.2008 15:53

delenda is mir viel zu wild...ich will den alten gaul doch auch mal reiten und nich ständig ausm sattel geworfen werden...vllt klappt das mit conversations ja besser. möchte mir das album jmd schenken? :)

von Hurensohn 05.06.2008 16:14

SUPER! Aber Vorgänger war auch wahnsinnig gut.

von ole 05.06.2008 17:55

Der Klargesang ist ja mal der pure Hammer <3 Vor allem bei Monumental Treason ist der ja mal göttlich.

von Freddy 05.06.2008 19:27

genau das find ich auch.. allgemein en richtig geiles album, gefällt mir jeden Tag besser

von psylopils 05.06.2008 22:51

von den myspace liedern hört es sich auf jeden fall weiter hörenswert an

von molch 17.06.2008 18:24

bin soeben am durchhören und muss sagen, dass ich absolut positiv überrascht bin. in den seltensten fällen haben mir bands gefallen, die von album zu album "seichter" geworden sind, aber in diesem falle find ichs großartig.

von goalie.. 20.06.2008 11:29

joah..ganz nett!!

von 7 angels 23.06.2008 18:50

ok, ist ein gutes Screamo-Album geworden, das jeder hier bereits mehrfach im schrank stehen haben dürfte, aber FASSW, wie man sie mit delenda kennengelernt hat, sind dies hier definitiv nicht mehr....schade!

von ABC 23.06.2008 20:29

Screamo?^^

von NoOneKnows 23.06.2008 20:33

Screamo?? die 2te lol das is doch kein screamo!!!

von 7 angels 23.06.2008 21:10

ach ja, was denn sonst? dann meinetwegen metalcore mit gesang oder sonstwas...zumindest ein stil, den andere bands zuhauf auch spielen...auf delenda waren sie noch eine band, die man wenn überhaupt mit ganz ganz wenigen bands vergleichen konnte...

von NoOneKnows 23.06.2008 21:32

ja das stimmt schon, aber screamo is das hier net. Schon eher Metalcore, aber ich hab in der letzten Zeit selten eine so gute Metalcore Platte gehört.. Der Gesang is einfach nur geil.. und besser als das meiste Rumgejaule in diesem Genre

von ian [ttr] 24.06.2008 13:11

@7 angels: delenda war ja schon gemäßigt im gegensatz zu not one word has been omitted...finde dennoch dass dieses album das bisher beste darstellt zumal darauf der beste sänger vertreten ist den ich seit langem gehört habe. und screamo geht anders^^

von Kuhglocke 10.07.2008 14:37

was ein scheiß. die delenda war schon schwächer als nowhbo, aber conversations geht mal gar nicht. bin allgemein kein fan von emo bzw sreamo und das kommt dem leider extrem nahe (die leichte emo-anbiederung auf delenda war da noch gut zu verkraften). eine der bisher größten enttäuschungen in diesem jahr.

von ian [ttr] 10.07.2008 15:01

geil wie jede hardcore-spielart,die variable und cleane vocals bietet,sofort emo genannt wird... ich persönlich liebe es wenn ein sänger jedes extrem auslotet bzw. fremde genres in die songs integriert werden. dennoch emo oder screamo ist das album ganz sicher nicht. und die meinung von kuhglocke will ich überhaupt nicht anprangern,aber es ist mir schon öfters aufgefallen dass alles was im hardcore und co. nicht durchgehend gebrüllt wird und nicht die hood representet oder turnhosen-kompatibel ist schon argwöhnig beäugt wird...

von FKK 10.07.2008 15:04

mein Reden: Selten eine solch intolerante Szene wie die des HC erlebt. Und dabei will diese Richtung doch ach so frei und liberal sein...lächerlich

von Kuhglocke 13.07.2008 21:05

n variabler sänger is natürlich immer gut, der hier is aber nichts für mich. mnemics-ex michael bogballe oder brock lindow von den 36crazyists sind die einzigen, die mir spontan einfallen, die was drauf haben, wenns um so nen wechselgesang geht. find, dass ich sehr tolerant bin, wenn ich so nen modernen metal anteste - hör normalerweise eher black oder death(-grind). fassw is aber genau wie wohl auch die neue raunchy nichts mehr für mich.

von ginaLIZAporno 0.0 19.07.2008 13:23

self admitted ist n hammer song!! beste metalcore-platte seit langem. glaubt man gar nicht, dass die nur 1 sänger haben o.O

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Clement

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Ich fühle mich zu alt

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