Plattenkritik

From Autumn To Ashes - Holding A Wolf By The Ears

Redaktions-Rating

Info

Release Date: 05.04.2007
Datum Review: 25.03.2007

From Autumn To Ashes - Holding A Wolf By The Ears

 

Wir rekapitulieren: FROM AUTUMN TO ASHES, die ungekrönten Könige des Screamos haben Anno 2001 mit "Too Bad You're Beautiful" eine unglaubliche Granate vorgelegt, die szeneseitig auch ziemlich abgefeiert wurde. Zwei Jahre später konnte auch "The Fiction We Live" mit Knallern wie "The After Dinner Payback" ziemlich punkten und FATA avancierten zügig zum Liebling der Szene. Mit "Abandon Your Friends" kehrte man sich 2005 nicht nur von den Freunden sondern auch von den Fans und dem typischen Bandsound ab. Man wirkte uninspiriert und hatte viel des ehemaligen Charmes verloren. Nach der anschließenden US Tour verkündete man dann die Pause auf unbestimmte Zeit, die ja gerne mal einem Break-Up gleichkommt. Monate strichen ins Land bis FATA auf einmal wieder auf der Bildfläche auftauchten. Während des Studiotermins zum neuen Album verkündete Frontmann Benjamin Perri dann sehr plötzlich und unerwartet seinen Ausstieg.

Entgegen vieler Annahmen zerbrach die Band nicht hieran sondern die verbliebenen Bandmitglieder entschlossen sich Francis Mark, Drummer und melodische Singstimme der Band, an die Front zu bitten. Anstatt wie beim vergangenen Album über einen "Sugar Wolf" zu singen packt man das Viech nun bei den Hörnern, äh Ohren, und kehrt absolut ambitioniert zurück. Francis shoutet jetzt auch bei "Holding A Wolf By The Ears" und direkt beim ersten Scream des Openers "Deth Kult Social Club" werden Zweifler eines Besseren belehrt und man freundet sich unmittelbar mit den hellen Growls an. Dennoch, und das wird recht schnell klar, kann man mit dem aktuellen Release nicht aus dem Schatten des Debütalbums treten. Dies liegt an vielen kleinen Details. Obwohl die Screams von Francis echt Aggression, Härte und Leidenschaft transportieren, ist die Klangfarbe dem cleanen Gesang einfach zu ähnlich. Bens dunkle und kraftvolle Vocals waren einfach das perfekte Gegenstück zum hellen Gesang. Weiterhin wirken die cleanen Passagen einfach dominanter und haben eine ganze Portion Popappeal inhaliert. Auch die Songstrukturen entsprechen dieser Beobachtung und haben ein ganzes Stück an Dynamik und Power eingebüßt und sind dafür deutlich gradliniger. Ich warte ja immer noch auf ein zweites "Short Stories With Tragic Endings" aber scheinbar bleibt dieser Wunsch auf absehbare Zeit unerfüllt.

Auf "Holding A Wolf By The Ears" liefern FROM AUTUMN TO ASHES zwar mit "Love It or Left It" oder "Underpass Tutorial" ziemlich gute, wenn auch poppigere Songs ab, dennoch hat man die Band bereits besser erlebt.


Tracks:
1. "Deth Kult Social Club" - 2:49
2. "On The Offensive" - 3:45
3. "Recounts and Recollections" - 3:04
4. "Daylight Slaving" - 3:40
5. "Delusions of Grandeur" - 3:00
6. "Sensory Deprivation Adventure" - 2:55
7. "Everything I Need" - 3:51
8. "Underpass Tutorial" - 3:17
9. "Love It or Left It" - 3:13
10. "Travel" - 3:03
11. "A Goat in Sheep's Rosary" - 3:49
12. "Pioneers"* - 3:42

Alte Kommentare

von Sinan 27.03.2007 06:10

Umso öfter ich es höre, umso besser gefällt es mir. Im Vergleich zu den alten Platten gefällt mir die erste Full Length am besten aber danach kommt schon die neue. Stimmlich erinnert die Schreistimme Ritual. Ansonsten stimm ich deinem Review zu. Cool!

von pain 27.03.2007 09:31

das review trifft es gut... mag die screams für sich genommen recht gerne. in verbindung mit dem cleanen gesang fehlt mir dennoch der kontrast ein wenig... jedoch: insgesamt besser als erwartet/befürchtet!

von Vitek 27.03.2007 10:34

Irgendwie fehlt die Abwechslung. Auch wenn \'Frans\' Leistung als Shouter in Ordnung geht, fehlt jede Abwechslung bei der neuen Scheibe. Ein \"The Switch\" oder \"Sugar Wolf\" erkennt man schon anhand der ersten Akkorde - aber bei \"Holding a Wolf...\" gehen die Tracks bei einem Ohr rein und zum anderen raus. Nix was wirklich hängenbleiben würde.

von Mali 27.03.2007 11:56

Kann mich mit dem Album auch nicht so richtig anfreunden. Wie schon Vitek sagt es gibt keinen einzigen Track der hängenbleibt. 3 Lieder haben mich unterhalten, bei den anderen Liedern kams ins eine Ohr rein und zum anderen raus. Solides Standart gekreische, Note 3-

von Andy 27.03.2007 17:47

Etwas ernüchternd. Kein wirkliches \"Hit\" Album :-(

von Fabian 27.03.2007 23:42

Gutes Review trifft im Wesen auch meine Meinung. Auf ein neues Short Stories kann man lange warten. Zum einen war das Gesamtkonzept von \"Autumn\" nach The Fiction We Live beendet und noch dazu fehlen mittlerweile einfach mit dem Weggang von Scott Gross und Ben Perri diejenigen die zusammen mit Fran dahinter standen. Nicht ohne Grund wollte man den Song ja schon nicht mehr live spielen. Je öfter ich das Album höre desto mehr Parallelen fallen mir zu Frans Band Biology auf (natürlich gesanglich) weil seine Stimme jetzt noch viel vordergründiger ist. Auch wenns nur noch 2 Leute der \"echten\" FATA sind gehören sie zu meinen Liebsten und sind hoffentlich bald auch endlich mal wieder in Deutschland.

von kanne 29.03.2007 11:36

ich weiß echt noch nicht, was ich davon halten soll...

von sh 02.06.2007 00:14

absolut geiles album. nach anfänglichen schwierigkeiten blitzartig gezündet! gehört definitiv zu den highlights des jahres.

von Chris 16.06.2007 13:02

Aboluter Killer das album! 9/10

von dge 05.07.2007 02:21

kein hitalbum?! fast jeder song ist ein hit! fand das album erst komisch aber macht definitiv spaß die cd! 8,5/10!

von wolf 05.07.2007 10:31

keine kritik, aber kann es sein das grad wölfe in sind?

von ich 05.07.2007 15:18

@wolf jap im sächsischem wald sind die jetzt och wieder vertreten.

von Ashcore 12.08.2007 20:09

Nur geil, mag ihren neuen shit einiges mehr als noch mit ben. Geht einfach ab. 8.5/10

von Peter Maffay 03.02.2008 13:49

Absolut klasse das album, habe FATA erst mit dem Album kennengelernt, musste mich erstmal hineinhören , aber das Album kann ich jetzt ohne unterbrechung, jeden einzelnen song, immer immer wieder hören und mir gefällt es immer wieder noch ein kleines stück besser. Unglaublich!

von shseh 03.02.2008 15:28

das debütalbum ist noch immer am besten.

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Torben

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