Plattenkritik

GHOSTMAKER – Buzz

Redaktions-Rating

Info

Release Date: 16.02.2018
Datum Review: 13.01.2018
Format: CD Vinyl Digital Tape

Tracklist

 

1. New Christmas
2. Monument
3. Tar Cobra
4. Gospel XN-101-1
5. Cut The Leasch
6. Bloom
7. Gospel XN-101-2
8. Centurion
9. Dear Nowhere
10. Soapslide
11. Gospel XN-101-3

Band Mitglieder

 

Chris W. Jany
Robo Van Blitzen
Andy Laaf

GHOSTMAKER – Buzz

 

Unauffällig und gelassen haben GHOSTMAKER 2017 ihre erste Platte „Aloha From The Dark Shores“ in Eigenregie veröffentlicht. Mit „Buzz“ geht das Noise-Rock’n Roll-Trio mit Psychoflair in die zweite Runde. Hinter GHOSTMAKER stecken Ex-Mitglieder von BERLIN BLACKOUTS und OXYMORON sowie MAD SIN. Damit geht die Band jedoch nicht hausieren, was sie umso sympathischer macht.

„Buzz“ klingt insgesamt runder und ausgefeilter als der Vorgänger, welcher von seiner Spontaneität und den Ecken und Kanten der Aufnahme lebt. Während ich in meiner letzten GHOSTMAKER-Rezension das Fehlen von Hits bemängelte, startet „Buzz“ mit dem Uptempo-Ohrwurm „New Christmas“. Mit einem durchsetzungsfähigen Sound und einer unmissverständlichen Hook startet „Buzz“ direkt auf einem höheren Level. Ähnlich verhält es sich mit „Tar Cobra“ - Track Nummer 3 der Platte. Chris W. Jany und Konsorten verbreiten einen flächigen Sound in den gesungenen sowie instrumentalen Passagen und läuten eingängige Refrains unaufdringlich und zum richtigen Zeitpunkt ein.

Die geheimnisvolle Psychostimmung zieht sich durch das gesamte Album, getragen von leichten Dissonanzen und taktvollem Einsatz der Kopfstimme - etwa auf „Cut The Leash“ und „Bloom“. GHOSTMAKER spielen dynamisch mit dem Tempo, sodass ja keine Langeweile aufkommt. Für Verschnaufpausen sorgen insgesamt 3 Instrumentals, die zwischen einigen Songs eingespielt werden und als Gospels gekennzeichnet sind. Diffus und fern klingende Schwingungen wirken beruhigend und regenerierend.

Für malerische und nostalgische Stimmung sorgt „Soapslide“, der letzte Song auf „Buzz“. Er nimmt den Hörer mit auf eine Reise, die von harmonischen Gitarreneinlagen und einer sehnsüchtigen Gesangslinie geprägt ist. Da können schon mal virtuelle Tränen und Seufzer aufkommen. Einzig und allein schade an der Platte ist, dass der dritte Gospel diese friedvolle und für einen Closing Track perfekte Stimmung rasch wieder auflöst. Aber gut, auf “Nimrod.” haben GREEN DAY nach „Good Riddance (Time For Your Life)“ auch „Prosthetic Head” nachgeschoben, damit auch ja niemand einschläft.

„Buzz“ erscheint am 16.02. via High Noon 7:13 in Zusammenarbeit mit Cargo Records.

Bestätigt haben GHOSTMAKER bis dato folgende Live-Termine:

03.02. Cortina Bob, Berlin
07.02. Bassy Club, Berlin
31.03.
Schokoladen, Berlin
07.04. Kopf und Kragen, Fürth
14.04. Garage Peine, Peine

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Camilo

Autoren Bio

Musiker, Sozialwissenschaftler, Fahrradnerd, Redakteur, Punker vom Herzen mit einer Schwäche für Pop, Rap und Indie.

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