Plattenkritik

Gallows - Gallows

Redaktions-Rating

Info

Release Date: 10.09.2012
Datum Review: 07.09.2012

Gallows - Gallows

 

Als ich das erste Mal „This Could Be Anywhere In The World“ von ALEXISONFIRE gehört habe, dachte ich mir: Ich muss diesen Wade MacNeil unbedingt mal richtig singen hören. Seine früheren Bands PLAN 9 und AFTER THE HOLLOWED MOMENT habe ich erst viel später entdeckt. Dass er sich mit dem neuen Album der GALLOWS zu einer dermaßen fiesen Rockfotze etabliert, konnte ja keiner ahnen.



Man kann den Trip, auf den man sich mit „Gallows“ einlässt, eigentlich kaum beschreiben. MacNeil trägt dazu einen Großteil bei, denn seine Stimme bindet das gesamte Album zu einem Strauch großer, dicker Holzdildos zusammen, die soweit in den Arsch des Zuhörers geschoben werden, dass ihm die Hirnhaut juckt. Wenn ihm nicht schon die Ohren klingeln sollte das genügen um ihn von der Qualität des Albums zu überzeugen. Es gibt keinen Song, der aus der Reihe fällt – keinen, der plötzlich langsamer wird – keinen, der dir nicht auditiv in die Fresse schlagen will – keinen, der nicht nach monströs dicken Eiern klingt.

Es ist außerdem ein Album, das seit langem einmal wieder richtige Gangshouts bieten kann. Die sonstige Mischung aus vier sechzehnjährigen Aknekriegern, der pubertären Freundin des Bassers, Großmutters Einmachtopf und zwei Pfund Schrauben haben die GALLOWS einfach mal gekonnt umgangen und kotzen sich stattdessen die Seele(n) aus dem Leib. Genau so muss sich eine wütende Meute anhören. Hier gibt es kein Petting, hier werden Hymen zerfetzt.

Normalerweise hört man sich ein Album an und kommt irgendwann zu dem Schluss, die Band auch live sehen zu wollen. Zum ersten Mal in meinem Leben hatte ich nicht das Bedürfnis eine Band live sehen zu müssen um sie vollständig zu begreifen. Den ersten Höreindruck hatte ich auf dem Weg von meinem Arbeitsplatz nach Hause. Und ich hatte gute Lust mich mitsamt meinem Fahrrad in den Gegenverkehr zu stürzen, Autoreifen zu zerbeißen und dabei durch ein Auspuffrohr zu scheissen. Das zum ersten Eindruck.

Die GALLOWS haben ein Album produziert, das so rotzfrech, einfach gestrickt und trotzdem anspruchsvoll brachial ist – es ist eine Pracht. Kein Song kann hervorgehoben werden, denn jeder Track ist für sich allein schon genial und bildet zusammen mit den anderen ein perfektes Album. Ein wild gewordener Stier, der von Angus Young an den Eiern gepackt wird, Frank Carter auf die Hörner nimmt und Dave Grohl den Schwanz lutscht – dieses Bild multipliziert mit der gallowschen Formel ergibt eines der besten Alben des Jahres.


Tracklist:

1. Victim Culture
2. Everybody Loves You (When You're Dead)
3. Last June
4. Outsider Art
5. Vapid Adolescent Blues
6. Austere
7. Depravers
8. Odessa
9. Nations / Never Enough
10. Cult Of Mary
11. Cross Of Lorraine

Alte Kommentare

von Mastei 07.09.2012 18:59

Naja, 10 würde ich jetz vll nicht geben, aber ich finde das Album eine Pracht! Hätte ich nicht erwartet! =)

von Doc Sunner 07.09.2012 20:08

Kann mal einer dem Schreiber die weiblichen Hormone aus dem Urin filtern! Schrecklich!

von Txomin 07.09.2012 20:43

Eher zu viel Testikelsteron, aber.... mann, hab ich gelacht... meine Schwiegermutter würde sagen: "Mal was anderes!" Seh die in Köln live. Bin sehr gespannt auf den Mac...

von Alex 07.09.2012 20:45

Du hast fünf Absätze gebraucht, um zu sagen, dass die Platte hart, schnell und wütend ist? Das wär auch kürzer gegangen!

von Txomin 07.09.2012 21:00

Darf doch auch beim Lesen unterhaltsam sein, oder nicht? Nicht immer so grummelig.

von @ Alex 07.09.2012 21:36

Du hast zwei Sätze für den dümmsten Kommentar des Jahres verschwendet...!? Das wär auch kürzer gegangen. Schönes Review, bin sehr gespannt.

von Oh man 07.09.2012 23:31

zu einer dermaßen fiesen Rockfotze etabliert = sexistische Kackscheisse! auch der Rest ist Fäkalsprache der untersten Kategorie, wer so etwas noch braucht ist einfach nur zu bemitleiden und sollte keine Chance auf Wiederholung bekommen. und jetzt könnt ihr gern wieder mit Alice Schwarzer kommen, um sich nicht mit dem Inhalt der Kritik auseinanderzusetzen, aber diese Art des Schreibens bleibt armselig!

von @Oh man 08.09.2012 00:41

Aber sexistische "kackscheisse" ist keine Fäkalsprache!? Hier handelt es sich doch eindeutig um Metaphern, oder etwa nicht!?

von Die 08.09.2012 09:21

Bedeutung der Metapher "zu einem Strauch großer, dicker Holzdildos zusammen, die soweit in den Arsch des Zuhörers geschoben werden" erklärst Du mir einmal! Ich finde dieses Review einfach nur schlimm!

von der, der dongt 08.09.2012 09:25

der autor hat wohl dringend nen fick nötig

von Ich 08.09.2012 12:16

Vielleicht hat er auch nur so geschrieben, um eine solche Diskussion zu entfachen und der Platte Aufmerksamkeitzukommen lassen. Ob einem das gefällt ist geschmackssache, die Platte ist geil

von :D 08.09.2012 13:29

wuäääh wuähhh ich mag kein sexismus weil ich nie was zum bumsen bekomm wuähhh

von wenn 08.09.2012 16:28

die Platte diese Art der Aufmerksamkeit benötigt, kann sie nur schlecht sein. Wer diese Art von Alltagsismen befürwortet gehört nur bemitleidet!

von alice schwarzer 08.09.2012 16:55

Der "Strauch großer, dicker Holzdildos" passt doch zu dem Stock, den mancher hier im Arsch hat. "Alltagsismen"??? Ernsthaft?

von da du keine 08.09.2012 17:18

ahnung hast, was das bedeutet, kannst du es auch nicht reflektieren, daher lass es einfach :) dein Stock im Arsch Kommentar zeigt deine geistige Fähigkeit! Im HC tritt man für genau solche Ideale an...

von Misery 08.09.2012 17:47

Review merkwürdig pubertär, Platte sicher gut aber nicht großartig, ausserdem: mit den Gallows so wie sie zumindest für mich großartig waren hat das ja nur am Rande zu tun. Rotzig war Frank Carter, der Neue ist mir ne spur zu prollig und zu sehr auf Dampfwalze.

von xxx 09.09.2012 14:18

..es mag ja an meinem fortgeschrittenen alter liegen, aber was schreibt dieser bubi für müll?? metaphern hin oder her- einfach nur hohl und peinlich! und wenn´s witzig gemeint ist...noch hohler und peinlicher!

von Wecki 09.09.2012 17:43

Was für ein "rotzfreches" review! Ne im Ernst. Find ich nich gut. Review und Platte.

von armutszeugnis 09.09.2012 21:33

schlimmstes und peinlichstes review dass ich JEMALS irgendwo gelesen habe.

von bingo 09.09.2012 23:04

schach und matt

von dumm, dümmer, Allschools.... 10.09.2012 09:12

"ich bin übrigens schwul und fresse gerne kot" das neue Top Argument auf Allschools! Wenn man inhaltlich nichts beizutragen hat, dann beleidigt man munter vor sich hin! Das Verhalten ist genauso peinlich wie dieses vorpubertierende Review!

von bin ich hier bei plattentests.de? 10.09.2012 10:33

"ich bin übrigens schwul und fresse gerne kot" wird da auch ständig geschrieben... review ist mies und 10 punkte hätte ich der platte auch nicht gegeben.

von Zum Lachen im Keller treffen. 10.09.2012 10:40

Spitzen Platte. Wenigstens mal ein Review in dem der Rezensent sich nicht selbst die ganze Zeit beweihräuchern muss wie lange er die Band schon kennt, wie oft er sie Live gesehen hat und das alle Scheiben auf LP bei ihm im Schrank stehen.

von Goethe 10.09.2012 21:10

Also auch ich finde die Albumbesprechung hier recht vulgär und würde, trotz guter BEschreibung der Musik, niemals eine solch primitive Gossensprache verwenden. Honks...

von doppelmoral 11.09.2012 10:42

wohoooooooooooooooooo! album ist saustark!

von schade 11.09.2012 16:55

ich bin ne frau und finde sexismus super! besonders in linken / alternativen kreisen sollte der viel mehr gefördert werden. code: deeply

von franks kater 11.09.2012 22:06

hatte mir vom review eigentlich mehr über die unterschiede zu den "alten" gallows erhofft und weniger über die tiefe von holzdildos in ärschen...schade schade

von Der Moralapostel 13.09.2012 20:15

geht alles in ordnung, weitermachen.

von Bla 18.09.2012 18:52

Welche Vollzeit-"Ich bin gegen alles!!1"-Lappen sehen in der Review denn Sexismus? Wegen dem Wort "Dildo", oder weil es von einem Typen geschrieben wurde? Um die Bessermenschen aufzuregen: Ich schau mir jetzt einen Porno mit Frauen an und meine Freundin kocht in der Zwischenzeit. Danach werde ich mit ihr Sex haben und ihr schweinische Namen geben, die jeder Alice Schwarzer hier einen ungesund hohen Blutdruck bescheren würde. :3

von xxx 18.09.2012 19:39

hey bla, was du nach dem essen mit deinem freund veranstaltest, regt glaub ich niemanden auf. und das mit dem sexismus...lass stecken;) manche wollen nicht verstehen und manche können nicht verstehen. wenn ich deinen eintrag so lese, würde ich dir garnicht mal unterstellen, dass du nicht willst...

von Clement 19.09.2012 06:15

@xxx: erklär dich bitte mal. das mit dem Sexismus im Review würde mich auch interessieren!!!

von @xxx Bla 19.09.2012 11:21

Liest du nur das was du lesen willst oder ist "Freundin" neuerdings die Bezeichnung für einen männlichen Lebenspartner?

von xfelalx 21.09.2012 15:37

gute platte. hätte nicht gedacht dass es mich überzeugt nach den vorab veröffentlichten songs wurde ich nämlich nicht warm. als ganzes aber sehr rund und immer nach vorne. ich vermisse den alten sänger aber trotzdem an vielen ecken. die mucke mit carter hätte mich glaube ich umgeblasen. so sinds nur 9pkt. wie das review geschrieben ist, ist definitiv nicht mein fall.

von jonsen 21.09.2012 19:03

@xfelalx: mir ging es genauso. die ersten songs waren so halbgar, aber in verbindung mit dem restlichen album knallt das ding wie hölle. schön, dass jemand was konstruktives schreibt ;)

von Bob 17.12.2012 17:09

Also ich hatte meinen Spaß beim lesen :)

von review top 17.12.2012 18:35

kommentare flop

Autor

Bild Autor

Jonathan

Autoren Bio

Seid lieb!

Suche

Social Media