Plattenkritik

Ghost Of Tom Joad - No Sleep until Ostkreuz

Redaktions-Rating

Info

Release Date: 08.02.2008
Datum Review: 22.11.2008

Ghost Of Tom Joad - No Sleep until Ostkreuz

 

Was war das eine Energie. GHOST OF TOM JOAD spielten im Vorprogramm von JUPITER JONES im ausverkauften Sonic Ballroom in Köln und räumten mal gerade alles ab, was nur ging. Energie, Spielfreude und Sympathie. GHOST OF TOM JOAD waren heiß. Das Album sollte im darauffolgenden Jahr erscheinen. Wie gespannt ich doch wartete. Und dann ? Unfassbar. Ich verpasse den Releasetag komplett. Jetzt, durch diesen und jenen Zufall pralle ich also wieder auf diese Band, die doch tatsächlich ihren Titel von diesem genialen Album geklaut hat, von einem Typ der derzeit extrem viel Pate stehen muss.

Nun lege ich also das Album ein (wohlgemerkt mit einem halben Jahr Verspätung) und was passiert ? Dasselbe wie auf der Bühne. Es zündet. Vom ersten bis zum letzten Ton drängen sich etliche Melodien penetrant in dein Ohr und lassen dich nicht mehr so schnell in Frieden. Nach einem elektronisch anmutendem Intro geht es gleich mit „Renegades of Love“ los mit zuckersüßem Indiepunk der herrlich eingängig klingt und einen furiosen Punch enthält. Mit jedem Hören entdeckt man neue Feinheiten und gerade im Songwriting macht ein jeder große Augen. Schlichtheit verpackt in große Geesten und wunderbare Melodien. Jedoch muss man ein paar Songs ganz besonders hervor heben. Da wäre gleich als drittes die Single „Köln-Brüssel-Paris“. Ein zunächst unscheinbares Lied, welches in der Bridge so zuckersüß (schon wieder dieses Wort) aufträgt dass man im Refrain einfach nur mitsingen will. Es klingt so ehrlich und so offen, dieses „and when the summer ends, 24 ours a day I will be missing you, but you will fall in love again while I layin awake at night“. Dann noch dieser schöne Einspieler von Schlagzeugchaos und gleich nochmal “and when this summer ends…”. Aber da wäre noch ein Übersong. „Survivre n’est pas vivre“ arbeitet mit denselben Mitteln wie das zuvor erläuterte Stück. Der Clou: Anstatt des Schlagzeuggetüdel gibt es hier einen wunderbaren Chor, sodass dir fast alles dahin schmelzt. Als Krönung gibt es dann die sehr ähnlichen „On the Radar“ und „I’ll be there“. Beide arg beherzt, wobei das Wort nun wirklich ernst genommen werden darf und das ist definitiv nichts schlechtes.
Wer auf hübsche Melodien und tolle Texte steht, der sollte sich dieses Album ganz definitivst zulegen !

Tracklist:

1. why not? Why not? Why not ? yeah !
2. renegades of love
3. köln-brüssel-paris
4. unterwegs
5. stop my head
6. is this what you call a fronterlebnis
7. the ending
8. survivre n’est pas vivre
9. learning by dyning
10. I’ll be there
11. porta westfalica
12. on the radar
13. hell is for other people

Alte Kommentare

von Pat. 22.11.2008 20:45

Da seid ihr aber sehr spät mit einem Review dran, ne ne. Die Platte ist eine 1A-Scheibe, feinster Indie aus deutschen Landen. Renegades of love, köln-brüssel-paris, alles Überhits. Hab die Jungs schon live erlebt und sie haben ordentlich Power. 9 von 10 sind da schon sehr passend für dieses gute Stück!

von Raphael 22.11.2008 20:54

Wie gesagt, die Platte viel mir halt sehr spät erst wieder in die Arme. Lieber spät als nie !!

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