Plattenkritik

Glorior Belli - The Great Southern Darkness

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Release Date: 23.09.2011
Datum Review: 21.09.2011

Glorior Belli - The Great Southern Darkness

 

Eigentlich sehr geil: Stoner trifft auf Black Metal. Black Metal, der sogar manchmal atmosphärisch kann. Doch grundsätzlich reizt doch schon diese Idee dieses Sounds zu genüge, obwohl das Konzept von „Black‘n Roll“ (wenn man das überhaupt gleichsetzen will) ja auch alles andere als neu ist und selbst von Größen wie DARKTHRONE oder FORGOTTEN TOMB irgendwann aufgesogen wurde. Letztere müssen dabei leider als Paradebeispiel für das Endergebnis dieses auf „The Great Southern Darkness“ stattfinden Stilmixes herhalten, da auch hier die Mischung unentschlossen und durchwachsen daher kommt.

GLORIOR BELLI sind dabei noch eine ganze Schippe rockiger und verschaffen einen – mal abgesehen vom in solchen Momenten etwas penetrant wirkenden Sänger – oftmals den Eindruck, zwei verschiedene Platten gleichzeitig zu hören: Hier schleppende Stoner-Blues, da ganz unvermittelt der Übergang gen Rasereien a la Norwegen in den 90ern, und dann hin und wieder der Versuch, beides im selben Moment zu machen: Und das klingt dann leider eben so, wie es halt klingt wenn zwei verschiedene Platten gleichzeitig laufen: nämlich überladen.

Und was war das mit der Atmosphäre? Ja, doch „Per Nox Regna“ lässt da beispielsweise ordentlich die Muskeln spielen und beweist, aus welchem Holz diese Band eigentlich geschnitzt ist. Doch dann wartet schon die nächste heterogene Einlage, die nicht hält was der Stilmix beim bloßen sich bewusst machen der Zutaten verspricht. Was sagt uns das? Dass für die nächste Platte vielleicht doch etwas mehr Konzept und etwas weniger Bauchgefühl von Nöten ist. Das traurigste an „The Great Southern Darkness“ ist bei all dem allerdings die Tatsache, dass ausgerechnet die sich eigentlich so interessant anhörende Stoner-Komponente das störenste an diesem Album ist. Und ohne die wären GLORIOR BELLI dann auch nur wieder eine Black-Metal-Band von vielen, die lediglich ab und an einen Magic-Moment zu bieten hat. Scheiß Situation.

Tracklist:

01. Dark Gnosis
02. Secret Ride To Rebellion
03. They Call Me Black Devil
04. Negative Incarnate
05. Bring Down The Cosmic Scheme
06. The Great Southern Darkness
07. The Foolhardy Venturer
08. Per Nox Regna
09. The Science Of Shifting
10. Chaos Manifested
11. Horns In My Pathway

Alte Kommentare

von Stoner trifft auf Black Metal. 21.09.2011 14:09

ist ein no go und genau so hanebüchen wie whiskey mit cola oder kaffee mit milch

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Olivier H.

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"They said, Do you believe in life after death? I said I believe in life after birth" - Cursed

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